
Am 25. Mai 2010 fuhren wir wieder einmal zum Rutschen in die Niederlande. Im "Nationaal Zwemcentrum De Tongelreep" in Eindhoven gibt es nämlich acht spektakuläre Rutschen, darunter eine Trichterrutsche. Zu finden ist das Tongelreep ganz einfach: einfach über die A40 in Richtung Duisburg/Venlo fahren und der Autobahn bis zum Knooppunt Leenderheide folgen. Dort dann in Richtung "Tongelre Valkenswaard Centrum" abfahren und man ist sofort da. Verfehlen kann man das Bad aufgrund der guten Beschilderung auch nicht.


Das riesige Schwimmzentrum:

Drehtür:

Großer Eingangsbereich mit Restaurant/Café:

Der Eintritt ist erstaunlich günstig. Eine Tageskarte kostet pro Person unter 7 Euro, und das Außenbad ist im Preis enthalten. Da an der Kasse sehr gut Deutsch gesprochen wird, fällt die Verständigung hier nicht schwer. Man kann nun entweder das "Pieter van den Hoogenband Zwemstadion" mit eigenen Umkleiden oder das "Golfslagbad" aufsuchen. Da sich in letzterem die Rutschen befinden, war die Wahl nicht allzu schwierig ;)
Umkleiden im Golfslagbad:

Die Schließfächer lassen sich mithilfe einer 20-Cent-Münze abschließen. Leider bekommt man dieses Geld beim Öffnen des Schrankes nicht zurück; die Münze wird einbehalten.
Das Golfslagbad bietet ein großes Wellenbecken. Einige der Rutschen sind ebenfalls schon zu erkennen:

Blick auf das Wellenbecken:

Ans Wellenbecken schließt sich auch dieser Strömungskanal an:

Highlight des Tongelreep ist die Trichterrutsche "Turbotol":

Der Trichter steht mitten im Bad:

Über eine blaue Kunststoff-Wendeltreppe gelangt man zum Einstieg der Rutsche:

Die Rutsche ist hergestellt von Boer B.V. und ab 8 Jahren freigegeben:

Einstieg in etwa 11 Metern Höhe:

Die Anlaufröhre:

Die Rutsche startet mit einer 20 Meter langen, stockdunklen und recht rasanten Röhre vom Typ Tube 800. Man wird schneller und schneller und man wird richtig in die Bahn gedrückt.
Danach schießt man in den Trichter:

Im Trichter angekommen, fällt man beinahe ein Stück nach unten, denn die Röhrenmündung befindet sich recht weit oberhalb. Der neue Trichter ist von innen weiß und im Gegensatz zum alten Trichter komplett oben geschlossen. Zudem befinden sich bunt blinkende LED-Stroboskope mit Farbwechsel im Trichter, was durch die weiße Farbe optimal zur Geltung kommt. Die Verarbeitung des Trichters ist sehr gut und auch die Wasserstrahlen sind nicht mehr so hart wie früher.

Nach ein paar gedrehten Runden (mehr als 4 sind fast unmöglich) fällt man durchs Loch in der Mitte in das darunter liegende Tiefbecken:


Die Trichterrutsche ist in dieser Gegend wirklich einzigartig. Die Rutsche ist zwar nicht so heftig wie im Tikibad, doch trotzdem lustig.
Bevor der Trichter Ende 2010 komplett erneuert wurde, sah er noch anders aus. Hier ein Foto vom Mai letzten Jahres:

Der Trichter war teilweise geöffnet, sodass man von oben hineinblicken konnte. Zudem waren die Wasserstrahlen im Trichter sehr hart und es gab keinerlei Lichteffekte:

Der neue Trichter ist somit deutlich besser als der alte und macht richtig viel Spaß!
In 7 Metern Höhe startet eine weitere Rutsche: die Turborutsche "Suisbuis":

Die Röhre ist eine schwarze Tube 800 von Van Egdom mit einer Länge von 36,5 Metern:

Die Rutsche startet von einer dunklen Kabine aus und ist mittels blauer Treppe zu erreichen:

Die Röhre:

Von innen ist die Rutsche dunkel:

Als Lichteffekte gibt es einige bunte Lämpchen, die intervallweise heller und dunkler werden:

Anfängliches Gefälle:

Nach dem Gefälle beschleunigt man und erreicht eine recht flotte Geschwindigkeit. Nach einer kaum merklichen Kurve folgt dann bereits die lange Bremsstrecke, bevor man im Eintauchbecken landet. Die Rutsche ist für eine Turborutsche eher langsam, durch die Lichteffekte aber durchaus interessant.
Flachauslauf der Suisbuis:

Ebenfalls im Innenbereich steht die "Familieglijbaan", eine 14 Meter lange Breitrutsche von Lotec mit schmerzhafter Kurve:

Doch das war noch nicht alles! Es gibt noch eine vierte Rutsche, die 65 Meter lange Black Hole:

Die gelbe Röhre schlängelt sich durchs ganze Bad:

Die Rutsche wurde im Jahre 2005 an die Stelle einer Freirutsche identischen Layouts gebaut und ist eine Van Egdom Tube 1200:

Knapp 7 Meter hoch ist die Plattform mit dem Einstieg:


Verlauf:

Die Rutsche startet mit einer langen Helix mit blinkenden Leuchtstreifen und Lichtspots. Danach wechselt man unerwartet die Richtung, wird etwas schneller und rutscht durch schnell blinkende LED-Spots ("Rainbow Blast"). Die Rutsche ist eher familienfreundlich und nicht wirklich spektakulär.
Plumpsauslauf ins Erlebnisbecken:

An das Becken schließt sich ein Kanal an. Dadurch kann man in ein Ganzjahres-Außenbecken (mit einer Art Cabrio-Kuppel) schwimmen:


Noch einmal die ganze Schwimmhalle auf einen Blick:

Auch eine Gastronomie ist selbstverständlich vorhanden:

Auf der anderen Seite der Halle befindet sich der Zugang ins separate 25-Meter-Bad, wo es zudem noch Dampfbäder, Lehrschwimmbecken und Whirlpools gibt:

Ab Ende April wird bei gutem Wetter zusätzlich das "Buitenbad" (Freibad) geöffnet, welches man kostenlos vom Innenbereich aus aufsuchen kann. Bei unserem Besuch am 21.04.2011 war es noch nicht offen, daher hier einige Fotos aus dem letzten Jahr.

Das Freibad besteht aus einem großen, recht kühlen Becken mit Wasserpilzen:


Und das beste an diesem Bereich: die Rutschenplattform!

Die Rutschen wurden 1985 errichtet. 2001 wurden die beiden Breitrutschen dann erneuert. Rutschanleitungen der vier Rutschen:

Von diesen grünen Breitrutschen gibt es zwei an der Anlage:

Die Rutschen sind recht schnell, gerade auf den Knien oder auf dem Bauch. "Leider" ist das Rutschen in diesen Positionen nicht erlaubt und es ist immer ein Bademeister anwesend, der darauf achtet, dass genau so nicht gerutscht wird.
Auf der linken Seite startet eine von zwei VE700's von Van Egdom:

Die Rutsche ist leider mit 36,2 Metern recht kurz, aber dafür mit einem Richtungswechsel ausgestattet:


Die letzten Meter der Rutsche sind übertunnelt, bevor man im Becken landet:

Auch auf der rechten Seite startet eine dieser Rutschen:

Der Verlauf ist identisch zu dem der anderen VE700 (nur halt spiegelverkehrt):


Auch hier sind die letzten Meter übertunnelt:

Landezone der rechten Rutsche:

Fazit: Absolut geniales Bad. Sehr einzigartige Rutschen, sauber und eine schöne sowie familienfreundliche Wasserlandschaft. Die Preise sind auch verhältnismäßig niedrig für ein Bad dieser Größe. Lediglich das Restaurant ist ein Minuspunkt, da es einfach nicht für große Besuchermengen ausgelegt ist. Für alle Rutschfreunde aus NRW definitiv ein Geheimtipp!
| Bewertung (Schulnotensystem) | |
|---|---|
| Gestaltung/Theming | + |
| Vielfalt der Wasserangebote | ++ |
| Hygiene | + |
| Temperatur | ++ |
| Rutschen | ++ |
| Gastronomie | O |
| Umkleiden | + |
| Sanitäre Anlagen | Θ |
| Personal (Bademeister) | ++ |
| Personal (Kasse) | ++ |
| Eintrittspreis | ++ |
| Gesamtwertung | + |
| ++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen. Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt! | |







