keine Gewichtsbegrenzung min. 1,40 m

keine Gewichtsbegrenzung min. 1,30 m

keine Gewichtsbegrenzung min. 1,30 m

keine Gewichtsbegrenzung min. 1,30 m

keine Gewichtsbegrenzung nur Schwimmer

keine Gewichtsbegrenzung min. 1,30 m

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Wasserlandschaft Wasserrutschen
  1. L'Ouragan 
    Turborutsche (80 m) 
  2. Bounty Raft 
    Reifenrutsche (146,5 m)
  3. Cyclone 
    Röhrenrutsche (140 m)
  4. Anaconda 
    Oval Slide (132,5 m)
  5. Bala de Cañón 
    2 Cannonballs
  6. Salto Angels 
    4 Bahnen

Onride-Videos [HD]
 













Océade - Parc Aquatique
Voetballaan 1
1020 Brussel
http://www.oceade.be

Metro 6 Heizel



In Brüssel - je nach Region auch Bruxelles, Brussel oder Brussels genannt - sind nicht nur Europäische Union und NATO zuhause. Direkt neben dem weltberühmten Atomium liegt auch der Wasserpark "Océade", der größte Belgiens. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Rutschen, wobei sich einige davon im Außenbereich befinden und daher nur in den Sommermonaten nutzbar sind. Océade ist Bestandteil des Bruparcks, in welchem sich z.B. noch die Miniaturwelt "Mini Europe" befindet.






Der Eintritt kostet für 4 Stunden 16,50 Euro. Der Saunabereich ist automatisch im Preis enthalten, dieser muss in Badekleidung benutzt werden, man darf allerdings erst mit 18 Jahren diesen Bereich betreten. Eine Zeitüberschreitung kostet pro 30 min extra 1 Euro, maximal können 3 Euro aufgeschlagen werden. In diesem Wasserpark ist das Tragen von langen Badeshorts kein Problem, da Brüssel trotz französischer Sprache nicht in Wallonien liegt, sondern eine eigene Region ist. Lediglich in Wallonien sind lange Badeshorts aus hygienischen Gründen nahezu überall verboten.

Der Umkleidebereich ist funktional, die Schränke schließt man mit der Eintrittskarte ab:


Die Duschen und Toiletten liegen eine Etage tiefer und scheinen vor kurzem renoviert worden zu sein, diese sind wirklich TOP! Der Bereich ist dunkelrot gefliest und sehr effektvoll beleuchtet, hat uns gut gefallen. Auch die Hygiene in diesem Bereich ist positiv zu erwähnen. Fotos der Sanitäranlagen gibt es diesmal leider nicht.

Um ins Bad zu gelangen, muss man nun wieder eine Etage nach oben, und steht dann in einer sehr schön thematisierten Halle vor dem Wellenbecken:


Das Theming erinnert etwas an Hengelhoef, ist etwas anderes als Center Parcs, aber auf jeden Fall gelungen. Die Temperatur sowohl vom Wasser als auch von der Luft war sehr angenehm.



Das Becken ist relativ groß und wird hinten fast 2 m tief, während es am Uferbereich sehr flach ist. Die Wellen sind lustig und gelangen auch noch in die umliegenden Kanäle und abzweigenden Becken. Schön ist, dass auf dem Wasser Schwimmreifen treiben, die man nutzen darf. Auf dem obigen Foto erkennt man links neben dem Becken ein blaues Sprudelbecken, welches Platz für viele Gäste bietet.



Hinter dem Wellenbecken befindet sich ein weiterer großer Whirlpool:


Sehr geil fand ich den Namen des Beckens: "Jack Uzzi" (wegen Jacuzzi). Wer denkt sich sowas aus?

Die Kinder vergnügen sich derweil an diesen Wasserkanonen, mit denen es Bälle durchs Labyrinth zu führen gilt:





An der Außenseite des Wellenbeckens befindet sich ein Schwimmkanal, in welchem die Wellen besonders gut zur Geltung kommen:


Unter der Brücke hindurch...


...schwimmt man durch den Kanal in einen abgegrenzten Teil des Beckens mit Massageliegen:


Von hier aus gelangt man durch eine Schleuse nach draußen:


Dieses Becken ist ganzjährig nutzbar und angenehm warm.

Auf der linken Seite des Beckens befindet sich ein recht starker Strömungskanal:


Diese Fontäne steht auf der anderen Seite:


Dieser Bereich ist, wie bereits erwähnt, das ganze Jahr über in Betrieb. Es gibt aber noch einen Bereich hier draußen, der nur im Sommer nutzbar ist: der Außen-Rutschenturm.



Am Fuße des Turms befindet sich eine finnische Sauna, die im Gegensatz zum Saunabereich innen auch für Kinder zugänglich ist. Diese war jedoch geschlossen:


Der Aufgang in den Turm:


Dieser ist relativ zugig und kalt, aber was erwartet man draußen bei 19°C Lufttemperatur. Über eine recht enge Steinwendeltreppe geht es nach oben, leider ist es hier nicht besonders sauber, was man aber draußen wohl kaum vermeiden kann.

Von der ersten Plattform starten die beiden "Bala de Cañón", zwei Cannon Balls:





Die Cannon Balls sind zwei kurze, relativ steile Röhrenrutschen vom Typ "Tube 800". Die Besonderheit: sie enden ein ganzes Stück über dem Wasserspiegel, sodass man durch die Luft fliegt, bevor man eintaucht. Die Ampelanlage ist zeitgesteuert und immer, wenn die Ampel auf Grün springt, ist ein lautes Piepen zu hören.



Die Rutschen sind von innen dunkel:


Kurze Schussfahrt, dann ab ins 2,40 m tiefe Tauchbecken:


Die Rutschen sind einzigartig und wirklich klasse - fast unsere Favoriten im Bad! Durch das Steilstück und das danach subjektive Bergaufrutschen schießt man mit ordentlich Tempo aus der Röhre, fliegt einige Meter durch die Luft (manche Leute haben es fast bis an den Beckenrand geschafft!) und platscht dann mit voller Wucht ins Wasser. Das ist um Längen besser und heftiger als bei der Cannon Ball in Duinrell. Je nach Körperhaltung bekommen gewisse Körperteile die volle Wucht ab, daher auf ein gutes Auftreffen achten ;) Das Landebecken der Rutschen ist permanent unter Bademeisteraufsicht, und als ein Bademeister kurz wegging, wurde der gesamte Bereich gesperrt. Sicherheit geht schließlich vor!



Splash!


Eine Etage weiter oben - laut Bad in 13 m Höhe - startet die neueste Rutsche des Parks:


"Salto Angel", eine vierbahnige Wellenrutsche. Diese ersetzt seit April 2011 die beiden gleichnamigen Freefall-Bahnen, die ebenfalls hier starteten, nun aber leider entfernt wurden.



Vier Bahnen, vier Starts:


Gleichzeitig mit den Cannon Balls schalten die Ampeln hier auf Grün und auch bei diesen Rutschen ertönt bei freier Bahn ein Piepen. Auch hier sind die Ampeln nur zeitgesteuert, die Schaltung ist aber relativ zügig eingestellt, sodass man nie lange warten muss. Bei dem frischen Wetter war hier draußen ohnehin recht wenig los.



Die Rutschen sind deutlich flacher als die alten, zudem ist eine Welle eingearbeitet, leider ohne Airtime.



Als tolle Neuerung angeworben war diese Bahn allerdings eine Enttäuschung! Die Segmente sind derart schlecht verarbeitet, dass jedes Rutschen schmerzhaft ist. Besonders die Nähte im Eintauchbecken bescheren dem Rutscher in Liegeposition einen roten Rücken. Die Fugen müssen dringend nachgebessert werden, denn so sind die Bahnen unrutschbar! Bei einer so neuen Rutsche sollte das eigentlich nicht passieren. Dabei ist das Konzept der Rutsche sehr gut: vier Parallelbahnen mit gleichzeitiger Startfreigabe eignen sich gut für ein Wettrennen und im Gegensatz zu den beiden Steilrutschen ist es auch für Familien interessant. Also: Idee gut, Umsetzung schlecht!

Die Landebecken verlässt man mit einer Treppe:


Soweit der Außenbereich des Wasserparks. Es war relativ frisch (19°C), doch die Landebecken sind beheizt und frieren muss man daher nicht wirklich. Lediglich im Turm kann es etwas kühl werden. Die Cannon Balls sind super, daher sollte man einen Besuch nur im Sommer machen, da der Bereich sonst geschlossen ist.

Vom Außengelände aus geht es nun zur Hauptattraktionen der ganzen Anlage:


Zum Rutschenturm!

Dieser ist von innen zugänglich. Davor liegt noch ein Wasserspielplatz mit Kipp-Eimer:


Kein Witz, das Bad zählt die beiden Mini-Rutschen an diesem Waterplayhouse mit! Zusammen mit den beiden Babyrutschen am Wellenbecken und allen anderen Rutschen kommt das Bad auf 14... wir nur auf 10, wenn man die vier Bahnen außen auch als 4 einzelne rechnet.



Was waren das Menschenmengen im Bad! Es war verdammt voll, doch trotzdem musste man nie lange warten. Keine Ahnung, wie das Bad das hinbekommt, aber trotzdem betrugen die Wartezeiten niemals länger als 10 min!

Den Rutschenturm besteigt man mit einer Steinwendeltreppe, die extrem eng ist. Es entsteht also eine einzige Warteschlange für 4 unterschiedliche Rutschen, Reifen versperren den Weg, man kann sich nicht an den anderen Gästen vorbei drücken. Das macht aber nichts, da man sowieso nicht lange warten muss. Vor der Tür in den Turm steht ein Bademeister, der immer nur eine bestimmte Anzahl von Menschen hineinlässt. Somit muss man meist vor dem Turm warten.

Im Jahr 2008 entstand ein Anbau, von welchem die Anaconda startet:


Diese ist im Prinzip eine Magic Eye, allerdings hergestellt von Van Egdom unter dem Namen Oval Slide - eine ovale Reifenrutsche mit Daylighteffekten und bunt blinkenden Spots. Zum Rutschen stehen Einzel-, Doppel- und sogar ein paar Dreierreifen zur Verfügung.



Start der knallroten Röhre:


Den Anfang bildet eine recht lange Helix mit Daylightringen:


Darauf folgt eine bunte Strecke mit farbwechselnden Spots, was einen schönen Effekt gibt. Diesen findet man auch in der gelben Röhre im Tongelreep Eindhoven.



Nach einer langen Geraden folgt noch ein Jump und eine mit Daylight-Punkten versehene Strecke. Darauf folgt nach einem weiteren Jump das Landebecken:


Die Rutsche ist mit über 130 m ziemlich lang und macht Spaß. Auch für Familien ist die Rutsche gut geeignet - sie hat ein gemütliches Tempo und man kann auch mit mehreren Personen gleichzeitig rutschen. Auch das Rutschen ohne Reifen ist erlaubt, davon ist jedoch abzuraten, da die Nähte nicht besonders angenehm sind. Wenn man ohne Reifen rutscht, ist das am Rücken sehr unangenehm und man freut sich, wenn die Fahrt zu Ende ist. Im Reifen macht das Teil aber ordentlich Laune und wir sind häufig hier gerutscht.

Die besten Rutschen starten aber ganz oben im Turm - auf 18 m Höhe!





Ganz links startet "Bounty Raft":


Bounty Raft ist laut Aushang die erste Doppelreifenrutsche und die längste Rutsche Belgiens. Man darf hier auch mit Einzelreifen rutschen.


Nach einem anfänglichen Drop geht es ziemlich schnell nach unten (nein, das ist kein Dreck, sondern nur Farbe):





Was für eine Bahn! Man saust im Reifen bergab und schleudert in den Kurven fast bin an die Oberkante der Röhre! Dazu kommen die sehr vielen Richtungswechsel, bei welchen man im Reifen von einer Seite an die andere geworfen wird. Einfach eine Top-Rutsche - obwohl ich sonst nicht so ein Reifenfan bin. Aber hier wurde aus der Bahn wirklich alles rausgeholt und die Rutschpartie ist mit fast 150 m auch schön lang!

Der letzte Teil der Bahn ist abwechselnd blau-hellgrün und scheint vor kurzem erneuert worden zu sein, die Teile sehen noch sehr neu aus:


Plumpsauslauf mit Reifen-Überschlag-Garantie:


Rechts neben Bounty Raft startet die blaue Röhrenrutsche Cyclone:


Diese hat denselben Durchmesser wie Bounty Raft ("Tube 1400"), darf aber trotzdem nur als Bodyslide und nicht mit Reifen benutzt werden. Hier waren fast nie Warteschlangen, da die Reifenrutsche Bounty Raft deutlich beliebter war.



Auch Cyclone ist eine sehr gute Rutsche! Sie ist richtig schnell und hat ebenfalls viele scharfe Kurven. Genau wie Bounty Raft hat man viel von der Rutschpartie, denn sie ist 140 m lang. Eine sehr gute Rutsche!



Nach einem finalen Jump endet die Röhre. Sie hat einen Flachwasserauslauf:





Und die Krönung des Rutschenturms folgt nun!



L'Ouragan, Hurricane, Orkaan... wie man sie nun auch nennen mag, jedenfalls die pinke Turboröhre, die 2010 komplett erneuert wurde. Diese ist die schnellste Rutsche Belgiens. Zuvor gab es eine gelbe Turborutsche mit identischem Verlauf und dem Namen "Kamikaze". Um rutschen zu dürfen, muss man mindestens 1,40 m groß sein.






Die Röhre ist sehr pink:


Nach dem Start geht es sofort in eine Linkshelix:





Die Rutsche ist als linksherum gewundene Spirale ausgeführt, wie z.B. auch im Sunpark Oostduinkerke oder Blits im Tikibad. Die Bahn ist verdammt schnell. Wenn man sich mit ein wenig Schwung in die Rutsche wirft, beschleunigt man immens und in der Spirale bleibt einem echt die Luft weg. Erstaunlich, denn das Gefälle ist nicht wirklich steil, doch durch die stetige Spiralform wird man immer schneller und schneller. Auch die G-Kräfte sind nicht zu verachten und nehmen stetig zu.






Dann folgt leider das einzige Manko der Rutschbahn:


Es folgt das Landebecken ohne Bremsgerade direkt nach der Linkshelix, sodass man noch immer die Kurvenlage hat, wenn man in den Auslauf schießt. Das führt dazu, dass man schief landet und links gegen die Wand schlägt, wenn man nicht aufpasst.

Turborutschen-typisches Auffangbecken:


Die Bahn ist wirklich klasse! Eine sehr schnelle Turborutsche mit überraschender Beschleunigung. Lediglich das Landebecken ist verbesserungswürdig.

Die Rutsche hat seit 2011 eine Zeitmessanlage, sodass man auf Rekordjagd gehen kann:





Den Bademeister-Hochsitz neben dem Becken habe ich nie in Aktion gesehen...



Vor dem Eingang des Bades ist eine Stadtkulisse errichtet worden:


Das Atomium sowie die Miniaturlandschaft "Mini Europe" liegen direkt nebenan:


Fazit: Der Wasserpark Océade ist ein Muss für jeden, der Rutschen mag. Die längsten, schnellsten und meisten Rutschen Belgiens findet man hier. Die Zählung der Rutschen ist etwas seltsam: laut Homepage gibt es 14 Rutschen. Dazu zählen dann allerdings auch die beiden Baybrutschen am Wasserspielplatz und die beiden Mini-Teile am Wellenbecken. Die vierbahnige Breitrutsche draußen wird als 4 einzelne Bahnen gezählt. Hinweis: Kinder unter 1,30 m können keine der Großrutschen benutzen, für die Speedrutsche muss man 1,40 m groß sein.
Die Beckenlandschaft ist super, sie ist toll dekoriert und vielfältig. Ein Besuch lohnt sich am meisten im Sommer, wenn auch der Rutschenbereich draußen geöffnet ist. Die Hygiene im Bad war durchweg relativ gut, abgesehen vom Rutschenturm im Außenbereich. Der Eintritt von 16,50 ist angemessen! Ein waschechter Wasserpark mit absolut geilen Rutschen - mitten in der Europastadt Brüssel.

Bewertung (Schulnotensystem)
Gestaltung/Theming++
Vielfalt der Wasserangebote+
Hygiene+
Temperatur++
Rutschen++
Gastronomien.b.
Umkleiden+
Sanitäre Anlagen++
Personal (Bademeister)++
Personal (Kasse)+
Eintrittspreis+
Gesamtwertung++
++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen.
Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt!