min. 40 kg, max. 120 kg ab 12 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 8 Jahre

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Wasserlandschaft Wasserrutschen
  1. Sloop  
    Turborutsche mit Raketenstart (94 m)
  2. Crazy River  
    (83 m)
  3. Black Hole  
    (88 m) 
  4. Freirutsche  
    (31,5 m)
  5. Breitrutsche (im Freibad)  
    (7 m)

Onride-Videos [HD]
 











Nettebad
Im Haseesch 6
49090 Osnabrück
http://www.nettebad.de/

Bus 32 / 33
Nettebad



Das Nettebad in Osnabrück ist eines der bekanntesten Bäder Niedersachsens. Es liegt fast direkt an der Grenze zu NRW und ist daher auch vom Ruhrgebiet aus gut erreichbar. Seit Anfang 2012 ist das Bad sogar noch bekannter und attraktiver geworden, denn seitdem befindet sich im Nettebad der "Sloop", eine Turborutsche mit Raketenstart des Herstellers Proslide. Grund genug, noch einmal hinzufahren und die neue Rutsche ausgiebig zu testen!

Platz vor dem Nettebad:


Relativ schlichter Eingang:


Großes Foyer mit Kasse...


...und Schwimmshop:


Die Eintrittspreise setzen sich seit Kurzem neu zusammen und sind insgesamt etwas gestiegen, was aber keinesfalls schlimm ist, denn die Preise sind immer noch gerechtfertigt. Nun zahlt man an der Kasse als Erwachsener erst einmal den Grundtarif für 90 Minuten von 4,90 Euro (am Wochenende einen Euro mehr) und entscheidet erst dann, wie lange man bleiben will. Nach den 90 Minuten kosten alle 20 Minuten extra 50 Cent. Nach 5:10 h ist der Maximalsatz von 10 Euro (11 Euro am Wochenende) erreicht, danach muss man nichts mehr dazu zahlen. Bezahlt wird grundsätzlich erst beim Verlassen des Bades, denn auch der Verzehr in der Gastronomie wird auf den Chip aufgebucht. Eine wirklich gute Idee, da man so wirklich flexible Zeiten hat. Besonders Kurz-Besuche dürften sich dadurch lohnen, beispielsweise um schnell ein paar Bahnen zu schwimmen.

Der Umkleidebereich:


Die Schränke lassen sich dann mit dem Chiparmband abschließen:


Duschen:


Die Duschen auf dem Foto befinden sich auf dem Gang und haben keine Geschlechtertrennung. Soweit ich das erkennen konnte, gibt es aber auch noch hinter Glastüren einzelne getrennte Duschen. Langsam schwappt der niederländische Trend auch nach Deutschland rüber. ;)

Die moderne Schwimmhalle betritt man dann vorne am "Wellenbecken":





Eigentlich gibt es nur ein Becken, das aber recht groß und verschachtelt ist. Das Wellenbecken ist in dem Fall ein kleiner abgetrennter Abschnitt des Beckens, welcher mit einem Wellenball ausgestattet ist und somit leider nicht besonders hohe Wellen hervorrufen kann:


Da das Bad aber klein ist, passt halt keine normale Wellenmaschine hinein. Der Ball ist also besser als gar nichts - überhaupt sind im ganzen Bad trotz der überschaubaren Größe mehr Attraktionen verbaut als in so manchem großen Badkomplex. Es ist zwar alles etwas kleiner ausgefallen, aber trotzdem vermisst man keinerlei Attraktionen. Finde ich richtig gut!

Weiter hinten im Erlebnisbecken gibt es einen Abschnitt mit Sprudelliegen, Massagedüsen und Wasserpilz:





Blick von der anderen Seite:


Hier schließt sich außerdem ein kleiner Strömungskanal an:





Direkt am Kanal befindet sich noch eine Art Grotte mit Wasserspeiern:


Hier sieht man auch bereits die erste Rutsche. Eingebettet in ein gekacheltes Aquädukt versteckt sich in der Halle eine Edelstahl-Rutsche von Wiegand:


Rutschanleitung:


Einstieg ohne Ampel:


Die Rutsche:





Die Rutsche ist eine reine Familienrutsche, die auch als solche beworben wird. Das Tempo ist nicht zu wild und kleine Kinder dürfen auch in Begleitung ihrer Eltern rutschen. Allerdings kann man in Rückenlage und mit entsprechend Schwung am Anfang auch recht gute Geschwindigkeiten erreichen, wodurch die Rutsche auch uns Spaß gemacht hat.



Dank der Kurven und Richtungswechsel schaukelt man am Ende der Bahn auch ein wenig hin und her, man kommt dem Rinnenrand schon recht nah. Das Material der Rutsche (Edelstahl) hat kaum Reibung und daher bremst auch nichts beim Rutschen. Leider ist die Rutsche mit 31,5 Metern recht kurz - nach den Kurven landet man schon im Sofa-Auslauf:


Auf der gegenüberliegenden Seite des Bades hat man eine Ruhegalerie errichtet, von der aus man einen schönen Überblick über die komplette Schwimmhalle hat. In der Mitte des Erlebnisbeckens ist ein Plateau mit Liegestühlen und großem Whirlpool zu finden:


Kleinkinderbecken:


Unter der Treppe zur Galerie ist ein weiterer großer Whirlpool versteckt:


Unter der Galerie befindet sich das in einem separaten Raum liegende Kurs- bzw. Lehrschwimmbecken:


Vom selben Bereich aus gelangt man auch ins Ganzjahres-Außenbecken, das herrlich warm ist und zum Entspannen einlädt:


Im Nettebad gibt es auch noch einen Sportbereich mit einem teilbaren 50-Meter-Becken:


Das Becken liegt separat und bietet auch eine Sprunganlage mit 1- und 3-Meter-Brett. Zusätzlich befand sich bei unserem Besuch nachmittags ein aufblasbarer Gummikraken auf dem Wasser, auf den man klettern konnte. Das sieht leichter aus, als es ist!

Hier ist das Becken in zwei 25-Meter-Becken geteilt (Foto von 2010):


Doch die absoluten Hauptattraktionen im Nettebad sind die drei Großrutschen, die in einem separaten Teil des Bades zu finden sind:


Drei Rutschen von drei unterschiedlichen Herstellern findet man in dieser doch recht großen Anlage. Zum einen wäre das die 88 m lange Black Hole von Klarer, dann die 83 m lange Edelstahl-Reifenrutsche von Wiegand und dann natürlich noch der Superloop™ von Proslide, der erst Ende 2011 nachgerüstet wurde. Damit bietet das Bad insgesamt vier unterschiedliche Rutschen, was für ein städtisches Bad doch extrem viel ist und das Bad auch zu einem überregional bekannten Ausflugsziel macht. Mit dem Superloop besitzt das Bad sogar ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa!

Der Rutschenturm von außen:





Treppenaufgang:


Beginnen wir bei der niedrigsten Rutsche. Nach ein paar Stufen erreicht man den Crazy River:





Es gibt hier keine Ampel, sodass sich die Wartezeiten in Grenzen halten. Reifen gibt es eigentlich genügend, bei größeren Besuchermengen achtet auch ein Bademeister darauf, dass man den Reifen nach dem Rutschen weitergibt. Die Rutsche ist komplett aus Edelstahl gefertigt und hat eine durchsichtige Abdeckung. Laut Referenzliste ist diese Rutsche von Klarer, da sie aber aus Edelstahl besteht, denke ich eher, dass es sich um eine Wiegand-Anlage handelt.



Die Rutschgeschwindigkeit der Edelstahlbahn ist recht hoch und besonders im Doppelreifen kommt viel Spaß auf. Man schwingt in den Kurven schön an die Oberseite und durch die Schweißnähte in der Rutsche wird man ordentlich durchgeschüttelt. Der erste Teil der Rutsche beschreibt eine langgezogene Rechtshelix.

Auf diese Helix folgt ein großes Zwischenbecken:


Becken von außen (Foto von 2010):


Auch das Rundbecken besteht aus Edelstahl. Durch die Glaskuppel kann man von hier aus nach draußen blicken und hat eine schöne Sicht auf den Freibadbereich. Allerdings kann es passieren, dass man unter Umständen vom Reifen aufstehen und ein Stück laufen muss, da die Strömung im Becken manchmal genau so unvorteilhaft ist, dass man keinen Zentimeter vorwärts paddeln kann.

Die rechte Öffnung ist der Eingang ins Zwischenbecken, links rutscht man wieder hinaus:


Nach dem Becken folgen nur noch wenige Meter Rutsche, diese haben es aber in sich, da man schön schnell wird. Es gibt zwei recht scharfe Richtungswechsel auf dieser Strecke und besonders beim letzten schwingt man schön umher. Witzige Sache!

Das Landebecken:


Auch wenn die Rutsche mit 83 m recht kurz ist, macht das Teil Spaß. Mal was anderes, da die Rutsche aus Edelstahl besteht. Vom Rutschgefühl her ist die Bahn mit der roten Reifenrutsche im Tropical Islands zu vergleichen, auch wenn die Bahn im Nettebad deutlich kürzer und auch etwas langsamer ist. Besonders mit mehreren Personen macht diese Rutsche aber wirklich Laune!

Eine Etage weiter oben startet die Black Hole:





Laut Schild hat die Rutsche den höchsten Schwierigkeitsgrad. Das mag für eine Black Hole dem einen oder anderen lächerlich erscheinen, doch man sollte bedenken, dass diese Rutsche von Klarer ist. Black Holes von Klarer sind oft sehr heftig - siehe Plettenberg - und diese ebenfalls. Die 88 m lange Rutsche stammt aus dem Jahr 2005.

Der Zugang zur Black Hole wird mit einer Ampelanlage geregelt. Diese zeigt aber viel zu lange Rot. Obwohl man nur um die 15 Sekunden zum Rutschen benötigt, dauert das Intervall fast doppelt so lange, was zu ungeheuren Warteschlangen führt. Eine Steuerung mit Sensoren wäre für diese Rutsche angebrachter.



Die Black Hole beginnt mit einer langen Geraden mit konstant recht hohem Gefälle, sodass man merklich mehr und mehr Geschwindigkeit aufbaut:


Auf die lange Gerade folgt eine dunkle Rechtshelix, ausgestattet mit weißen Lichtspots und Sternenhimmel:


Blick von oben auf die Helix:


Wie man auf dem obigen Foto erkennen kann, folgt auf die erste Helix eine recht lange Gerade und auch der Richtungswechsel in die zweite Helix ist zu erahnen. Und hier wird die Bahn richtig spaßig! Denn an dieser Stelle geht es in die zweite Helix, die aber im Gegensatz zur ersten linksherum führt:


Diese zweite, sehr steile Helix ist von innen weiß beschichtet und mit Daylight-Streifen an der Oberkante der Röhre versehen. Wenn man die Rutsche sportlich nimmt, so erreicht man hier höhere G-Kräfte als auf so mancher Turborutsche! Man wird zunehmend immer mehr in die Bahn gedrückt und ist obendrein noch sehr flott unterwegs. Von außen sieht die Rutsche gar nicht so spektakulär aus, aber diese Helix ist wirklich eine der schnellsten Elemente in einer normalen Röhrenrutsche!

Und damit nicht genug: nach der Helix gelangt man in einen sehr abrupten Richtungswechsel, der so scharf kommt, dass man nicht hindurchrutscht, sondern abhebt und in die Kurve hineingeworfen wird. Kein Witz, hier überschlägt man sich fast, so schnell und hart ist man unterwegs.

Danach wird man mit Power ins Landebecken katapultiert:


Weiteres Extra der Rutsche ist die Zeitmessung:


Insgesamt also eine wirklich sehr schnelle Rutsche mit absolut unerwartetem Finale. Als Rutschenfan muss man die Black Hole auf jeden Fall mal ausprobieren.

Die absolute Hauptattraktion im Nettebad ist aber die neue Rutsche, und diese ist absolut einmalig in Europa:


Der "Sloop"! Dieser ist der erste SUPERLOOP™ der kanadischen Marke Proslide in Europa, vertrieben durch Wiegand-Maelzer. Nicht vom Namen bzw. der Werbegrafik täuschen lassen, es handelt sich beim "Superloop" nicht um eine Loopingrutsche, sondern um eine Senkrechtrutsche mit Raketenstart. Einen Aufwärtslooping gibt es in dieser Rutsche nicht, nach dem Steilstück schließt sich eine enge Helix an. Die Rutsche ist seit Dezember 2011 in Betrieb und somit noch richtig neu. Mit einer Höhe von sage und schreibe 23 Metern ist dieser Rutschenturm sogar der höchste Niedersachsens und der dritthöchste Deutschlands. Gerutscht werden darf ab 12 Jahren, das Körpergewicht des Rutschers muss zwischen 40 und 120 kg liegen. Schwimmbrillen, Schmuck und andere Gegenstände dürfen nicht mit in die Rutsche genommen werden.

Das türkisblaue Monster von außen gesehen:





Die Rutsche ist wirklich verdammt hoch. An die 100 Treppenstufen gilt es zu erzwingen, bevor man die lichtdurchflutete Kanzel des Turms erreicht. Der Rutschenturm war bis zum Bau des Sloop lediglich so hoch wie der Start der Black Hole, für den Sloop wurde der Turm allerdings aufgestockt und ist nun 23 m hoch. Der Startbereich der neuen Rutsche wurde mit riesigen Panoramafenstern ausgestattet, sodass man aus dieser unglaublichen Höhe einen tollen Blick über die halbe Stadt hat. So schön die Aussicht auch ist, etwas mulmig wird es einem doch, wenn man realisiert, dass man diese Höhe in fast freiem Fall absolvieren wird.

Die orangefarbene Startkapsel:





Der Start der Rutsche ist das Besondere. Wie z.B. auch im Aqualand Köln ist dieser als Falltürstart, auch als "Raketenstart" oder "Skybox™" bekannt, ausgeführt. Jeder Benutzer steigt einzeln in die Kapsel ein und steht dann auf einer Art Falltür. Der Slide-Operator spricht dann durch ein Mikrofon einen Countdown und öffnet danach mittels Knopfdruck die Klappe, sodass man den Boden unter den Füßen verliert und im fast freien Fall nach unten schießt. Damit wird direkt am Start eine enorme Beschleunigung erzielt.

Einsteigen bitte!


Das Aufsichtspersonal schließt nun die Tür der Kabine und kann dann den Rutschvorgang an diesem Terminal durchführen:


Man sieht hier schon deutlich, dass weniger High-Tech und weniger Knöpfe an diesem Schaltpult angebracht sind, als bei der Loopingrutsche im Aqualand. Das hat den einfachen Grund, dass in Köln aufgrund des Loopings verschiedene Sicherheitsvorkehrungen wie Rettungsmodus, Notklappe am Tiefpunkt des Loopings, Sensoren und andere Dinge bedacht werden mussten. All dies ist beim Sloop nicht nötig, da es keine Aufwärtsstrecke gibt und man somit auch nicht stecken bleiben kann. Trotzdem ist natürlich immer Personal präsent, das die Rutscher einweist und in den freien Fall schickt. Wir hatten bei unserem Besuch immer sehr nette und gewitzte Bademeister/innen oben stehen, die sich auch mal den einen oder anderen Spaß mit den Rutschern erlaubt haben. Natürlich wird dabei aber immer auf Erstrutscher und Kinder Rücksicht genommen.

Hier steht man also und lehnt sich an der fast senkrechten Rückwand an:


Die Falltür:


Durch ein Sichtfenster in der Falltür kann man schon erahnen, was auf einen zukommt. In der Kapsel ist es still, man hört nur das Rauschen des Wassers. Die Anspannung steigt und mit jeder Sekunde in der Kabine auch der Puls. Irgendwann hört man dann die Durchsage des Bademeisters: "Bereit?". Dann folgt der Countdown: "Drei... zwei... eins... und tschüss!". Die Falltür springt auf und der freie Fall beginnt.

Und hier fällt man dann hinunter:


Ich hatte den Eindruck, dass dieser Start sogar noch steiler ist als in Köln. Hier fällt man wirklich ein Stück und hat den Eindruck, dass man kurzzeitig keine Rutsche unter dem Rücken hat. Kein Wunder bei einem Gefälle von 85°! Das ist bisher der mit Abstand beste und steilste Fallklappenstart, den ich je erlebt habe.



Immer, wenn sich die Falltür öffnet, leuchten bunte Ringe an der Außenseite der Rutsche, welche man aber von innen kaum erkennen kann:


Mit enorm hoher Geschwindigkeit saust man nach unten. Laut Bad erreicht man in der Rutsche selbst als Ungeübter eine Geschwindigkeit von wahnsinnigen 60 km/h, was bedeutet, dass man pro Sekunde fast 17 Meter zurücklegt. Das ist schneller, als man an der Hauptstraße am Nettebad Autofahren darf!

Am Anfang der Rutsche ist man gezwungen, die Augen zu schließen, da extrem viel Wasser aufgewirbelt wird:


Nach dem Steilstück wird man sanft in die Gerade geleitet und schlägt daraufhin in die Helix ein:


Da man mit so viel Speed in diese Spirale hineinschießt, wirken auch entsprechend hohe G-Kräfte auf den Körper. Man wird sehr stark in die Bahn gedrückt und hat kaum eine Möglichkeit, den Kopf auch nur ein Stück anzuheben. In der Helix kann man die Rutschpartie wieder gut visuell verfolgen, da hier nicht mehr soviel Wasser aufspritzt. Auch in der Helix ist man noch immer extrem schnell. Ich würde sogar behaupten, dass es eine der schnellsten Rutschen ist, die ich bisher kenne! Mit 94 m ist die Rutsche für diesen Typus auch extrem lang, bei der ersten Rutschfahrt hatte man den Eindruck, die Rutsche will gar nicht enden...



Innenansicht:





Nach 94 m Höchstgeschwindigkeit gelangt man in die sehr lange Auslaufstrecke der Rutsche:


Die Landung ist so sanft, wie ich es bei keiner anderen Turborutsche bisher gesehen habe. Die Auslaufstrecke ist extrem lang und das Wasser darin recht flach, sodass man nicht abrupt bremst, sondern langsam den Speed abbaut und schlussendlich zum Stehen kommt. Das Becken liegt nahezu komplett draußen, um Platz zu sparen. Natürlich ist das Becken überdacht, sodass man nicht durch die Kälte laufen muss.



Am Ende drückt man dann auf den schwarzen Buzzer und kann - wenn man sich vom Adrenalinschock erholt hat - durch das Drehkreuz die Rutsche verlassen:


Das Landebecken wurde hinter dem Landebecken der Black Hole angebaut:


Fazit zum Sloop: einfach der Hammer! Nach der Turborutsche im Palm Beach Stein ganz klar die beste und heftigste Rutsche, die ich bisher kenne. Start, Rutschfahrt, Landung, alles ist top. Durch den Raketenstart ist der Kick noch ein Stück größer und der freie Fall ist der Wahnsinn. Selbst die brutalen Rutschen im Tropical Islands und in Peine kommen nicht an den Sloop heran. Man bekommt einen so heftigen Adrenalinrausch, dass man gar nicht mehr genug davon bekommen kann. Also, Proslide: bitte mehr davon bauen! In naher Zukunft planen die Stadtwerke Osnabrück außerdem, eine Zeitmesstafel am Sloop anzubringen, damit man auch seine eigene Rutschzeit ablesen und damit um die Wette rutschen kann. Finde ich eine wirklich gute Idee.

Die Anlage hat übrigens eine deutlich höhere Kapazität als die Loopingrutsche in Köln. In Köln kann man oben erst wieder in die Kabine einsteigen, wenn der vorausrutschende bereits gelandet ist. Im Nettebad hingegen schließt sich die Falltürklappe bereits sehr schnell wieder und man kann bereits in die Kabine, wenn sich der Vorgänger noch in der Rutsche befindet. Der Start geschieht natürlich auch hier erst nach Verlassen der Rutsche durch den Vordermann, aber da man schon früh in die Kapsel einsteigen kann, reduziert das die Wartezeiten.

Alle Rutschen im Nettebad sind somit einen Rutsch wert und rechtfertigen jeden Kilometer Anfahrt in dieses Bad. Durch den Sloop wurde das Bad absolut aufgewertet und kann so auch bundesweit mit vielen Bädern konkurrieren. Für den Sloop ist kein Kilometer Anfahrt zu viel!



Auch ein großes Freibadgelände gibt es im Nettebad. Dieses war bei unserem Besuch Mitte Januar natürlich nicht geöffnet, daher hier noch ein paar Fotos vom Sommer 2010. Direkt neben dem Rutschenturm liegt ein Sportbecken:


Auf dem Foto kann man erkennen, wie winzig klein der Rutschenturm im Vergleich zu heute aussah...

Weiter hinten befindet sich ein großes Nichtschwimmerbecken mit gelber Breitrutsche:


Die Rutsche ist eine typische R153-20 von Roigk, 2 m breit. Nichts besonderes:


Baugleiche Modelle gibt es im ganzen Land verteilt. In Bremen, in Wismar und vielen anderen Bädern findet man diese Standardrutsche. Für Kinder ist die Rutschbahn sicher eine Attraktion, ich fand sie jetzt nicht so toll. Eine Breitrutsche eben.

Den größten Adrenalinkick gibt es aber beim Eintauchen...


Warum? Nun, das Wasser ist nicht / kaum beheizt, sodass es beim Landen erstmal einen ordentlichen Kälteschock gibt.


Für Kleinkinder gibt es einen separaten Wasserspielbereich:


Außen gibt es dann noch ein Ganzjahresbecken, eine große Liegewiese...


...und ein Beachvolleyballfeld:


Fazit: Die neue Rutsche im Nettebad ist absolut klasse und zählt definitiv zur Oberklasse der deutschen Rutschen. Auch die anderen Rutschen machen großen Spaß, besonders die Black Hole ist eine der heftigsten ihrer Art. Das Bad an sich ist zwar nicht das größte, allerdings findet man alle Becken und Wasserattraktionen, die man auch in riesigen Erlebnisbädern findet. Selbst ein ausgedehntes Freibadgelände gehört zum Bad dazu und kann im Sommer mitgenutzt werden. Besonders positiv zu erwähnen sind außerdem das sehr freundliche Personal sowie die humanen Eintrittspreise. Auch Familienfreundlichkeit wird hier großgeschrieben. Man kann also sagen, dass das Nettebad sowohl für hartgesottene Rutschenfans als auch für Familien mit Kindern absolut empfehlenswert ist. Auf jeden Fall hinfahren!

Bewertung (Schulnotensystem)
Gestaltung / Theming+
Vielfalt der Wasserangebote++
Hygiene++
Temperatur++
Rutschen++
Gastronomie+
Umkleiden+
Sanitäre Anlagen+
Personal (Bademeister)++
Personal (Kasse)++
Eintrittspreis+
Gesamtwertung++
++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen.
Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt!