
Das Freizeitbad Palm Beach gehört zur deutschlandweit agierenden "Kristall"-Gruppe, zu welcher z.B. auch das Aqualand Köln oder das Miramar in Weinheim gehören. Der Palm Beach liegt in Stein, der Stadt, in der die Faber-Castell-Stifte hergestellt werden - nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum Nürnberg entfernt. Besonders bekannt ist das Bad für das gigantische Rutschenbauprojekt, dessen Fertigstellung ursprünglich bereits für Oktober 2011 angesetzt war. Nach deutlichen Verzögerungen wird es erst später fertiggestellt werden. Aber auch ohne den großen Umbau haben wir uns das Bad einmal angesehen - 5 Rutschen gibt es immerhin schon! Der ICE brachte uns von Essen aus in gut 4 Stunden nach Nürnberg, ab dem dortigen Hauptbahnhof fahren zwei U-Bahn-Linien (U2 und U21) bis zur Station Röthenbach. Von dort aus nimmt man den Bus bis zur Haltestelle Palm Beach. Die U-Bahnen in Nürnberg fahren übrigens selbsttätig ohne Fahrer.


Eingangsbereich mit zahlreichen Edelsteinen und natürlich der Kasse:

Für 4 Stunden zahlt der erwachsene Badegast 13,50 Euro. Die Tageskarte ist 3 Euro teurer. Nun bekommt man eine identische Pappkarte wie im Aqualand Köln (weiße Barcodekarte mit Kristall-Logo), welche das Drehkreuz zu den Umkleiden freigibt und gleichzeitig auch zum Verschließen der Schränke dient. Für den letzten Schultag in Bayern war im Bad überraschend wenig los, an der Kasse gab es keinerlei Wartezeiten und auch im Rest des Bades war es eigentlich genauso leer wie es normalerweise außerhalb der Ferien der Fall ist. Möglicherweise hing das damit zusammen, dass ab 19 Uhr verbindlich FKK-Schwimmen stattfand.
Umkleidebereich:

Neben diesen Umkleiden gibt es aber anscheinend auch noch im Keller einen Umkleidebereich, der für den Thermalbereich bestimmt ist. Die Umkleidekabinen fand ich überraschend groß, was leider nicht in allen Bädern so ist. Jede Umkleidekabine ziert innen ein riesiges "Kristall"-Logo sowie Schilder, die in Richtung Barfußbereich und Ausgang weisen.

Die Anzahl der Schränke im ebenerdigen Umkleidebereich fand ich etwas knapp, es waren nur noch sehr wenige Schränke frei, obwohl es sehr leer war. Wie soll das erst bei großen Besuchermassen sein?
Durch die Duschen steht man dann direkt vor dem Sportbecken:

Sprunganlage:

Positiv zu erwähnen ist hier, dass das 3-Meter-Brett auch regelmäßig öffnet und sogar angegeben ist, zu welcher Uhrzeit. Bei vielen Bädern bekommt man als Antwort vom Bademeister meist nur ein brummiges "Jaja, gleich". Im Palm Beach ist das Brett jede Stunde immer um viertel nach für 15 min offen.

Kommen wir nun direkt zum Wesentlichen! Hinter dem Sportbecken ist die Rutschenanlage angebaut - dort, wo "Space Center & Future World" steht. Diese Anlage zählt zu den größten freitagenden Rutschenlandschaften Europas. Im Zuge einer großen Umbaumaßnahme mit 8 neuen Rutschen (dazu später mehr) wurde bereits der bestehende Rutschenbereich auf das Theming "Weltall" getrimmt.
Hinter dieser "spacig" anmutenden Wand verbirgt sich in meinen Augen eine der besten Rutschenanlagen dieses Landes:

Der Rutschenturm von außen wirkt schon sehr pompös:


Alle fünf Rutschen stammen von Klarer und wurden Mitte der 90er aufgestellt. Zumindest für die vier Röhrenrutschen trifft das zu, die Reifenrutsche scheint es noch nicht allzu lange zu geben, da diese in der Referenzliste von Klarer nicht auftaucht.
Schon beim Betreten der Rutschenlandschaft fällt das galaktische Theming auf:


Der Kollege mit den roten Augen hat es in sich...

Denn wenn man die Treppe hinaufgeht, werden durch Lichtschranken kalte Wasserstrahlen ausgelöst, die in alle Richtungen spritzen... eine wirklich geniale Idee mit Überraschungseffekt!
Im Rutschenturm setzt sich das Theming fort:



Simpel, aber effektiv: über die Fensterscheiben wurden Galaxiebilder geklebt:

Das Theming ist so was von genial! Das ist der wohl am coolsten gestaltete Rutschenbereich, den ich kenne. Schade, dass man das in den Galaxy-Bädern Erding und Schwarzwald nicht in dem Umfang gemacht hat. Man fühlt sich wirklich wie im Raumschiff Enterprise und man hat kein Detail vergessen. Cool fände ich jetzt noch, wenn in dem Bereich Bademeister mit Star-Trek-Uniformen o.Ä. rumlaufen würden. Auf jeden Fall ist die Gestaltung absolut top und setzt Maßstäbe! Selbst die zuvor an eine Baustelle erinnernde Gerüsttreppe aus Eisen fügt sich jetzt perfekt in das Theming ein. Derjenige, der sich das ausgedacht hat, sollte mal durch Deutschland touren und allen Schwimmbädern solche Konzepte vorlegen... lediglich eine Sache kann ich schlecht nachvollziehen bzw. finde ich nicht wirklich passend: überall hängen Gefahrenschilder mit den Aufschriften "Vorsicht Lebensgefahr", "Achtung: Gas", "Säure" oder "Gift". Das könnte doch gerade von Kindern missverstanden werden. Und was ist, wenn die Feuerwehr anrücken muss und diese Gefahrenzeichen für echt hält?
In einigen Metern Höhe - von außen sieht es sehr niedrig aus, aber es sind dennoch über 12 Meter - startet die Röhrenrutsche Explorer:


Diese hieß früher "Moby Dick" und ist eine stinknormale, aber recht lange Röhrenrutsche. Am Einstieg ertönt Sci-Fi-Musik und daneben (rechts hinter dem Gitter) blitzen ein paar Plasmascheiben um die Wette, echt schön gemacht. Die Rutsche an sich ist relativ langsam. Für Familien ist diese Rutsche sehr gut geeignet, mit der richtigen Rutschtechnik kann man aber auch hier etwas - wenn auch nicht viel - Fahrt aufnehmen. Besonders das letzte Stück ist so dermaßen langsam, dass man beinahe einschläft.
Die Röhre wurde von innen an vielen Stellen ausgebessert, sodass sie sich nicht besonders glatt rutschen lässt:

Die hier sichtbaren Streifen am Boden der Rutsche sind GfK-Matten, die leicht rau und somit beim Rutschen deutlich spürbar sind. Unangenehm ist es allerdings nicht.
Mit wenig bis gar keinem Speed mehr rutscht man gemächlich ins Auslaufbecken:

Die weißen Rohre an der Oberseite der Rutschröhren sind LED-Lichtstäbe, die gegen Abend eingeschaltet wurden und auch die Rutsche von innen effektvoll beleuchteten, da die Röhren lichtdurchlässig sind. Eine effektive Art, Lichteffekte in die Röhren einzubauen!
Gehen wir diesmal etwas höher hinauf in den Rutschenturm, doch was ist das?

Etwas höher als der Explorer-Start befinden sich zahlreiche dieser Kästchen. Die Teile sind lustig: mittels Lichtschranken bekommt jeder daran vorbeilaufende Badegast mit einem lauten Zischen eine Ladung Druckluft gegen die Füße geblasen. Auf den Videos hört man das mitunter ziemlich deutlich. Die Idee ist nett und ist noch ein witziges Detail in der Weltraum-Landschaft.
Ein paar Stufen höher als Explorer startet der Crazy River, eine Reifenrutsche mit Doppelstart:

Die Rutsche hieß vor dem Umbau "Hexenklamm", heute heißt sie - genau dem Theming entsprechend - "Galactica". Die Altersfreigabe beträgt 10 Jahre. Über dem Einstieg hängen, leider schlecht auf dem Foto erkennbar, eine Discokugel sowie ein DMX-Effektstrahler, der bunte, sich drehende Kreise auf den Rutschenstart projiziert. Das Gebilde links neben dem Start könnte eine Ampel sein, diese zeigte jedoch Dauer-Gelb und sieht mir mehr nach Deko aus.
Die Rutsche von außen:

Vom Typ her ist diese Rutsche identisch mit den beiden Reifenrutschen im Aqualand Köln oder dem Alpabob in Bad Tölz, nur ist diese Rutsche komplett "überdacht".
Ich fand die Rutsche ziemlich gut. Es sind zahlreiche lange Strecken eingebaut, auf welchen man im Reifen schon recht schnell werden kann. Etwas suboptimal sind die sehr vielen Zwischenbecken - drei an der Zahl! In den Zwischenbecken ist eine recht starke Strömung vorhanden, welche den Rutscher irgendwie daran hindert, vorwärts zu kommen. Man hängt regelrecht fest und muss mitunter aus dem Reifen aufstehen, diesen über die Schwelle heben und dann weiterrutschen.
Nach dem ersten Zwischenbecken folgt eine lange Gerade, dann eine Linkskurve:

Das zweite Strömungsbecken ist rechts im Bild auch bereits erkennbar:


Anders, als es auf dem Foto aussieht, ist dieses Becken nicht komplett rund. Innen kann man nur außen herum weiter und gelangt dann zur nächsten Schwelle:

Nach dem Becken folgt eine recht lange Gerade, dann eine Linkskurve. Dann ist man nach wenigen Metern auch schon im dritten und letzten Becken. Dort ist die Schwelle am schwierigsten zu überwinden, da sie sehr hoch und rutschfest ist. Selbst, wenn man aufsteht, ist es ziemlich schwierig, über diese Schwelle hinwegzurutschen. Hat man es gepackt, so geht es als Finale relativ steil und schnell abwärts. Danach folgt eine geschlängelte Gerade, bei welcher man an allen Kanten anschlägt. Da es leicht passieren kann, dass man den Reifen unterwegs verliert, sind an diesem Streckenabschnitt durchaus blaue Flecken an der Tagesordnung. Auch in den Kurven donnert man leicht gegen die Bahn, was ich allerdings ganz witzig fand.
Nach einer 129 m langen Fahrt landet man im Auslaufbecken:

Das Becken liegt nicht im Landebereich der anderen Rutschen, sondern in einer Art Durchgangshalle zwischen Sport- und Wellenbad. Wäre die Wand mit dem Schriftzug "Galactica" nicht, würde man links daneben die Auslaufbecken der anderen Rutschen sehen. Neben dem Landebecken der Reifenrutsche befindet sich auch eine Art Infostand zu den dort angebotenen Massagen.
Ein paar Jugendliche fanden es übrigens unglaublich witzig, mit 20 Reifen gleichzeitig rutschen zu müssen. Als Belohnung durften sie allerdings den Tag zuhause ausklingen lassen.
Doch das war noch lange nicht alles! Ab nach oben ins oberste Stockwerk...

"Sie werden assimiliert werden...":

In einer Reihe starten oben drei Klarer-Röhren aus dem Jahr 1995:


Ganz rechts startet das "Schwarze Loch":

Die ersten Meter:

Der Name Schwarzes Loch trifft es nicht so ganz, denn nur die ersten 50 Meter der Rutsche sind dunkel. Als Lichteffekte gibt es ein paar weiß leuchtende Streifen sowie schwach dazwischen einen Sternenhimmel, das war's.
Der Rest der Rutsche ist lichtdurchlässig blau:


Die Rutsche ist recht zügig, teilweise sogar etwas zu schnell. Oder anders ausgedrückt, es fließt für die Geschwindigkeit nicht genügend Wasser durch die Rutsche. Selbst ohne sportliche Rutschhaltung rutscht man in den Kurven relativ weit nach oben, wo kein Wasser mehr fließt, sodass man unter lautem Quietschen über die trockene Rutschenoberfläche reibt. Das ist nicht besonders angenehm, die Wasserzufuhr sollte hier etwas angepasst werden. Die Rutsche ist sehr lang (167 m), dabei geht es durch relativ viele Richtungswechsel und die Geschwindigkeit ist durchweg recht hoch. Kurz vor Ende hebt man nochmal ab, denn es ist ein relativ heftiger Jump eingebaut.
Die Rutsche endet dann rechts neben Explorer:

Die mittlere der drei Röhrenrutschen ist die Rutsche "Voyager" (ex "Grüner Hai"):


Auch diese Rutsche ist mit fast 172 m sehr lang und besteht aus Helix rechts - Helix links - Jump - Helix rechts:


Hier erkennt man gut den Jump im Übergang zwischen vorletzter und letzter Helix:

So sieht das ganze von innen aus:

Nach dem Jump wird man wieder etwas schneller und somit macht die darauffolgende Helix auch mehr Spaß. Das Tempo ist auch hier wieder relativ hoch und genau wie im Schwarzen Loch rutscht man teilweise auf dem Trockenen, was ein fieses Quietschen auslöst. Ich kann mir gut vorstellen, dass das unter Umständen sogar Brandverletzungen oder zumindest Badekleidungs-Verschleiß auslösen kann.
Die letzten Meter der Rutsche verlaufen wieder innen und sind nun stilvoll mit giftgrünen LEDs beleuchtet:

Das Landebecken befindet sich links neben den Becken von Explorer und Schwarzem Loch:


Die Rutschen sind alle wirklich gut und machen eine Menge Spaß. Doch die nun folgende Rutsche stellt alles, wirklich ALLES in den Schatten:

Der berüchtigte Turbo Blitz, die wahrscheinlich brutalste Turborutsche Deutschlands. Glaubt mir, vor keiner Rutsche hatte ich so viel Schiss wie vor dieser. Ich fragte einige Mutige, wie denn das Rutschgefühl sei, und erwartete Antworten wie "Ist halb so wild", "Gar nicht so schlimm wie es aussieht" usw. Was bekam ich zu hören? "Die Kurve ist so heftig, die bricht dir das Genick!", "In der Kurve dachte ich, ich sterbe!"... dass die Rutsche bei jedem Badegast anfing zu wackeln, machte mein Vertrauen auch nicht unbedingt größer. Kaum jemand wagte sich an diesem Tag in die Rutsche, und wenn, dann kam er mit schlotternden Knien unten an. Aber es hilft ja alles nichts, nach kurzer Bedenkzeit passierte ich das Drehkreuz und es gab kein Zurück mehr.

Das Gefälle - 14 Meter fast freier Fall:

Laut Hinweisschildern darf man sich nicht mit Schwung in die Rutsche werfen, sondern muss liegend starten. Das ist auch gut so. Das Gefälle ist schon absolut extrem (obwohl es von außen seltsamerweise gar nicht so steil ausschaut - vermutlich etwa 45°) und man wird schätzungsweise sogar noch schneller als auf der blauen Turbo im Tikibad. Da bleibt einem echt die Luft weg und bereits hier ist es verdammt heftig.
Doch das eigentlich Heftige kommt erst nach der Gefällstrecke...


Mit Höchtsgeschwindigkeit rauscht man in eine extrem enge Kurve, die aber nicht gerade ist, sondern immer noch dasselbe steile Gefälle hat wie die Röhre zuvor! Dadurch entstehen von jetzt auf gleich, ohne jede Vorwarnung, sehr hohe Kräfte, die einen so stark in die Bahn drücken, dass man denkt, es haut einem alle Organe raus... wenn man diese Kurve nicht kennt und seine Kopfpartie nicht entsprechend schützt, macht es "Klong" und man darf dann vermutlich den Heimweg im Krankenwagen antreten. Für ungeübte Rutscher ist diese Röhre absolut ungeeignet, für erfahrene Rutscher aber das beste, was es gibt! Ich weiß nun: das ist die mit Abstand beste und brutalste Rutsche, die ich bisher gerutscht bin!

Nach der harten Kurve folgt noch eine mehr oder weniger gerade Strecke (gefühlt geht sie ein wenig im Zick-Zack-Kurs), bevor der Höllenritt endet. Gerade einmal um die 5 Sekunden dauert es, die über 70 m lange Strecke zurückzulegen. Visuell verfolgen kann man die Rutschpartie nur bis zur Kurve, danach schießt einem das Wasser in die Augen (und die Nase). Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es war, von dieser Rutsche ein Onride-Video zu drehen.

Erstaunlicherweise ist die Landung im Flachwasserauslauf sehr angenehm:


Durchs Drehkreuz nach draußen, dann kann auch schon der Nächste starten:

Lustiges Hinweisschild am Start der Rutsche. Achtung, Oxalsäure!

Also, liebe Rutschenfans: wenn ihr einmal eine richtig heftige Rutsche ausprobieren wollt, müsst ihr unbedingt nach Nürnberg fahren! Aber Achtung: die Rutsche ist erst ab 16 Jahren freigegeben. Zu Recht!

Noch ein Blick auf die gigantische Rutschenanlage:

Doch Schluss ist mit den Rutschen noch lange nicht, denn geplant ist ein weiterer Rutschenkomplex mit 8 Rutschen:

Eigentlich sollte das Projekt bereits im Oktober 2011 fertiggestellt werden, allerdings gab es Verzögerungen mit der Baugenehmigung und anderen Dingen, sodass mit dem Bau leider noch nicht begonnen wurde. Demnach wird wahrscheinlich erst im Frühjahr 2012 alles fertig sein. Das Bad hat Großes vor: 2 neue Turborutschen, ein Aqua Racer, eine Trichterrutsche, einer Dreier-Turborutsche mit Wettkampffunktion und als Highlight eine Doppel-Loopingrutsche, baugleich mit seinem Zwilling "L2" im österreichischen Wörgl. Das Beste: die alten Rutschen bleiben erhalten und die beiden Rutschentürme werden mit einer Gangway aus Glas verbunden. Absolut klasse!
Aber damit müssen wir wohl noch ein wenig warten...:

Kommen wir aber zu den Becken. Neben dem Sportbecken gibt es natürlich noch mehr im Palm Beach. Durch die Verbindungshalle, in der die Reifenrutsche endet, gelangt man in den "Fun & Beach"-Bereich:

Dieser Bereich besteht aus einer Glaskuppel und darunter einem Wellenbecken. Das Wellenbecken ist erstaunlich groß und hat eine Wassertiefe von 1,70 m im hinteren und nur wenigen Zentimetern im Brandungsbereich. Auch die Wellen sind in Ordnung.


Im hinteren Bereich des Beckens treibt zusätzlich diese aufblasbare Krake:

Das Ding ist echt witzig, es ist gar nicht so einfach wie es aussieht, darauf zu klettern... bei Wellenbetrieb ist das ganze dann natürlich noch schwieriger.
Links neben dem Wellenbecken gibt es drei Whirlpools, die mit Thermalwasser gefüllt sind:

Weiter hinten befindet sich die Gastronomie:

Anders als in den üblichen Schwimmbad-Restaurants muss man sich hier hinsetzen und ein Kellner kommt, der einen bedient. Hatte ich so zuvor noch nicht in einem Schwimmbad gesehen. Service und Essen waren gut, die Preise waren allerdings etwas hoch.
Unmittelbar an der Gastronomie befindet sich auch der Durchgang in den großen Außenbereich:

Das Außenbecken mit Strömungskanal:

Der Strömungskanal ist überraschend heftig - wenn er in Betrieb ist, ist es gar nicht so einfach, den Kanal zu verlassen, da man immer mitgerissen wird. Macht wirklich Spaß!

Durch das gläserne Haus gelangt man wieder nach drinnen:


Wir bleiben aber noch eine Weile draußen, denn hier gibt es noch mehr. Da das Bad "Palm Beach" heißt, muss es natürlich zwangsläufig auch einen Strand geben:

Mit Beachvolleyballfeld:

Die Trampolinanlage ist auch ziemlich genial:

Diese darf von Personen bis 16 Jahre und 60 kg benutzt werden, allerdings hielt sich da beinahe niemand dran und auch das Personal hat nichts gesagt, als Erwachsene gesprungen sind. Saltos sind übrigens streng verboten, ebenso die Benutzung bei Nässe.
Im hinteren Bereich des Strandes ist ein Kinderspielplatz angelegt, sowie ein Wasserspiel:

Oben gibt es noch eine "Verzehrhütte", wo mitgebrachte Speisen und Getränke konsumiert werden dürfen.
Im Außenbereich ist außerdem noch ein kanalförmiges Solebecken zu finden:

In der Mitte sind auf einer Art Insel 4 Hot-Whirlpools untergebracht:

Auch innen gibt es noch jede Menge zu erleben. Sonnenwiese mit Wärmelampen:

Und hier im Hintergrund einer weiteren Gastronomie liegt der Zugang in den kostenlos nutzbaren Thermalbereich:

Der Thermalbereich erinnert von der Gestaltung her ans Aqualand Köln, bloß in kleiner. Drei Thermalbecken mit unterschiedlichen Features gibt es hier. Um die Ruhe nicht zu stören, ist der Zugang hier Personen über 16 Jahren vorbehalten. Damit die Ruhe gewahrt bleibt, habe ich von diesem Bereich auch keine Fotos gemacht. Dass man hierfür keinen Aufpreis zahlen muss, ist wirklich gut und keinesfalls selbstverständlich! Aber der Eintritt ist sowieso schon teuer genug...
Fazit: Der Kristall Palm Beach zählt zweifelsohne zu den besten Bädern Deutschlands. Die Rutschenanlage ist einfach gigantisch, ist super genial gestaltet und der Turbo Blitz übertrifft alle anderen Rutschen in Deutschland... für Rutschenfans ist dieses Bad ein absolutes Muss. Auch die Beckenlandschaft ist sehr gelungen, mit der Kristall-Therme finden auch Erholungssuchende das Passende. Die große Außenanlage bietet Abwechslung mit Attraktionen für jedes Alter. Hygiene wird dort groß geschrieben, überall ist es sehr sauber und ständig wird das Bad gereinigt. Der Eintrittspreis ist zwar hoch, lohnt sich aber voll und ganz. Ein absolut geniales Schwimmbad, welches zusammen mit Galaxy Erding sicherlich die Spitzenklasse der deutschen Bäder darstellt!
| Bewertung (Schulnotensystem) | |
|---|---|
| Gestaltung/Theming | ++ |
| Vielfalt der Wasserangebote | ++ |
| Hygiene | ++ |
| Temperatur | ++ |
| Rutschen | ++ |
| Gastronomie | + |
| Umkleiden | + |
| Sanitäre Anlagen | + |
| Personal (Bademeister) | + |
| Personal (Kasse) | ++ |
| Eintrittspreis | O |
| Gesamtwertung | ++ |
| ++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen. Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt! | |





