min. 50 kg
max. 100 kg
ab 14 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 8 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 8 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 10 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 8 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 3 Jahre
bis 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 3 Jahre
bis 6 Jahre

keine Gewichtsbegrenzung ab 6 Jahre

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Wasserlandschaft Wasserrutschen
  1. X-treme Faser  
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    (96 m, nur im Sommer)
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    (28 m, nur im Sommer)

Onride-Videos [HD]
 



























GALAXY ERDING
Thermenallee 1
85435 Erding
http://www.galaxy-erding.de

Bus 550 / 560 / 570 / 580
Therme Erding

S2
Altenerding



Am 16. Juli war es endlich soweit: wir fuhren in Europas größtes Rutschenparadies in Erding, etwa 40 Kilometer nordöstlich von München gelegen. Die Anfahrt verlief problemlos. Geparkt werden kann in einem riesigen, hauseigenen Parkhaus, und das zum Nulltarif. Ein erster Pluspunkt!





Schon der Eingangsbereich wirkt riesengroß und ist schon größer als so manches Freizeitbad - und zudem noch vollgepackt mit Geschäften, einem Frisörsalon, Geldautomaten (falls man sich mal verrechnet hat) und zahlreichen Kassen. Auch ein Zugang zur Gastronomie findet sich hier.


Großer und sehr sauberer Umkleidebereich:





Duschen:


Von den Duschen aus gelangt man in eine Art Verbindungsraum. Von dort aus kann man entweder in die Therme oder ins Galaxy (Rutschenparadies). Wir haben natürlich zuerst letzteres besucht.


In dieser Verbindungshalle befinden sich leicht erhöht diese angenehmen Wasserliegen:





Nun aber endlich ins Galaxy! Es war tolles Wetter, daher war die Rutschenkuppel zum Teil geöffnet:


Die Rutschenhalle. Hier erkennt man gerade mal den Bruchteil aller Rutschen:


Wie man auf den Fotos erkennen kann, war es bei unserem Besuch (zumindest in den ersten Stunden) extrem leer und wir hatten fast das ganze Rutschenparadies für uns allein. Laut anderer Berichte kann es zu Stoßzeiten zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde an einer Rutsche kommen, daher haben wir unseren Besuch in weiser Voraussicht so geplant, dass wir außerhalb der bayrischen Schulferien das Galaxy besuchen.

Schon klasse, diese riesige Anlage:





Rutschenübersicht und Hinweise:


Wer zu faul ist, die Treppe zu nehmen, kann sich auch mit dem Lift ins obere Stockwerk der Rutschenkuppel bringen lassen:


Benutzt wird dieser Lift größtenteils von Reifenrutschern. Somit ist ein Aufzug mit drei Personen samt Reifen voll. Dann nimmt man doch lieber die Treppe... früher war dies besser gelöst, denn die Reifen wurden automatisch durch einen speziellen Reifenlift nach oben befördert und mussten nicht mit in den Personenaufzug. Dieser Reifenlift hat jedoch schon kurz nach der Eröffnung den Geist aufgegeben.
Am Anfang waren wir fast die einzigen im Bad. Daher einen Reifen geschnappt und ganz nach oben. Denn in 22 Metern Höhe startet die längste Rutsche Europas: die Magic Eye!

Einstieg, hier gab es wohl mal eine Ampel:


Der Einstieg ist als riesiges Startbecken ausgeführt, sodass immer mehrere Personen gleichzeitig starten können. Das reduziert die Wartezeiten enorm. Positiv ist, dass es neben Einzelreifen auch die Dreiervariante gibt.

Die Rutsche ist 360 Meter lang und die Fahrt dauert daher knapp 2 Minuten. Die ovale Röhre schlängelt sich durch die ganze Kuppel:


Ein Teil der Rutsche ist rot-orange mit Daylightringen:


Der Mittelteil ist blau-weiß und es gibt ebenfalls Tageslichteffekte:





Der letzte Teil ist wieder rot-orange, bevor man in einer Art Strömungskanal landet. Die Rutsche ist extrem lang und macht gerade mit Dreierreifen Spaß.

Etwas tiefer als die Magic Eye startet die 145 Meter lange Black Hole "Black Mamba":





Einstieg (lustigerweise gibt es zwei Ampeln):


Die Rutsche von außen:


Eine dunkle Black Hole á la Alpamare-Thriller sollte man hier nicht erwarten, denn die Rutsche ist nicht dunkel. Die Röhre ist von innen weiß beschichtet und es befinden sich farbwechselnde LED-Strobos in der Rutsche, wodurch man die Orientierung aber ebenso verlieren kann wie auf einer dunklen Rutsche. Eine kurze Strecke ist etwas dunkler (aber immer noch nicht "Black") und kurz vor Ende gibt es einen heftigen Jump mit angeschlossener Steilkurve, bei welcher man richtig stark hochschwingt und sich mit viel Speed im Landebecken wiederfindet. Super Rutsche, aber eben keine Black Hole in dem Sinne. Die Wartezeiten sind bei größeren Besuchermengen an dieser Rutsche mit die längsten, doch bei uns war es natürlich recht leer.



Auslauf, sogar mit Zeitmessung:


Direkt neben der Black Mamba endet auch die Family Slide, eine Freirutsche aus Edelstahl, 65 Meter lang. Der Einstieg befindet sich in 6 Metern Höhe:





Die Rutsche:


Diese Rutsche ist weitaus schneller als sie aussieht! Mit der richtigen Rutschtechnik nimmt man enorm viel Fahrt auf und in den Kurven schwingt man bis an die Außenkante der Schale. Uns hat die Family Slide überzeugt - Kinder mit Eltern werden hier keine hohe Geschwindigkeit erreichen, doch geübte Rutscher werden auf dieser Rutsche viel Spaß haben! Die Rutsche ist recht unscheinbar, hat uns aber wirklich überrascht.

Auch die Family Slide hat eine Zeitmessanlage, die allerdings auch nach Verlassen des Auslaufbeckens noch weiterlief:


Neben der Family Slide befinden sich auch die Triple Slide...


...und die nicht wackelnde Wackelrutsche Good Vibration, beide nur bis 6 Jahre:


Kommen wir jetzt zu einer recht einzigartigen Rutsche. Zum Space Bowl, einer Trichterrutsche vom Typ Abyss:


Einstieg, abgesichert mit Drehkreuzanlage:


Diese Rutsche zählt zum Action Level und noch nicht als Extremrutsche. Dennoch ist der Trichter nicht ohne.

Die blau-pinke "Anlaufröhre" hat Turborutschendurchmesser und ist im Inneren stockdunkel:





Dann schießt man mit recht hoher Geschwindigkeit in den Trichter:


Das Besondere an dieser Trichterrutsche ist, dass man beim Verlassen des Trichters nicht sofort in ein darunterliegendes, tiefes Wasserbecken fällt. Denn in der Mitte des Trichters befindet sich ein Kegel mit einem Loch, welches in eine weitere, kurze Röhrenrutsche führt. Die Trichterrutsche endet dann also in diesem Flachauslauf:


Space Bowl war eine unserer Lieblingsrutschen im Galaxy. In der dunklen Röhre baut man immer mehr Speed auf und rauscht dann mit hohen G-Kräften in den Trichter. Leider ist es aber im Trichter nicht möglich, viele Runden zu drehen, da man immer irgendwie abgebremst wird. Das Verlassen des Trichters kann auch ziemlich schmerzhaft sein, wenn man sich in der Öffnung verkeilt oder kopfüber "eingesaugt" wird. Das Teilstück nach dem Trichter ist aber noch schneller als die erste Röhre und macht richtig viel Spaß. An dieser Rutsche gab es übrigens auch die längsten Wartezeiten (neben Black Mamba), obwohl es recht leer im Bad war. An vollen Tagen kann man hier durchaus mal eine Stunde anstehen, habe ich mir sagen lassen - ob es sich lohnt, sollte jeder für sich entscheiden.

Ein paar Etagen tiefer als die Trichterrutsche startet der Wild River, ein Wildwasserfluss aus dem Hause Klarer:





Im Gegensatz zu den anderen uns bekannten Anlagen in Hamm, Mönchengladbach und Gelsenkirchen besteht dieser Wildwasserfluss nur aus viereckigen Rutschensegmenten. Halbschalenförmige Rutschenteile wurden nicht verbaut.

Der Fluss schlängelt sich 185 Meter lang durchs Galaxy:





Onride-Foto des Wild River:


Das hier war wohl mal ein Zwischenbecken:


In Höhe dieses ehemaligen Zwischenbeckens gibt es einen eiskalten Wasservorhang von oben:


Auslauf:


Der Wild River hat uns ebenfalls gut gefallen. In den Kurven wird man schön von einer Seite an die andere geworfen und taucht auch mal unter. Auf dem Weg liegt außerdem eine Schwelle mit anschließendem Gefälle, wodurch man auch hier Geschwindigkeit aufbauen kann. Durch den eiskalten Wasservorhang gibt es auch noch eine Überraschung auf der Rutsche. Den Wild River sind wir gerne und oft gerutscht, auch wenn man hier den einen oder anderen blauen Fleck davonträgt.

Die nun folgende Rutsche ist der Space Glider, eine Edelstahl-Reifenrutsche von 160 Metern Länge:


In der ersten Kurve schwingt man weit nach oben:


Die Besonderheit dieser Rutsche ist, dass es sich um einen Master Blaster handelt. Zweimal wird man durch starken Wasserdruck bergauf befördert:


An den Bergaufstrecken ist die offene Rutsche mit einer Tunnelabdeckung versehen:


Die Rutsche:


Der Space Glider ist eine schön schnelle Reifenrutsche, schon bedingt durch das Material. Die Bergaufstrecken sind aber nicht ganz so heftig wie die im Aquana Würselen. Die Rutsche hat uns trotzdem überzeugt und aufgrund der sehr kurzen Wartezeiten sind wir hier auch oft gerutscht. Es gibt hier weder Ampel noch Drehkreuz, sodass die Anlage eine gute Kapazität hat.

Ebenfalls aus Edelstahl sind die beiden Breitrutschen. Rechts im Bild ist Open Space zu sehen:


Open Space ist eine 34 Meter lange, recht schnelle Breitrutsche mit einigen Wellen:


Darunter liegt Down Under:


Für alle, die sich fragen, warum darunter: die Down Under befindet sich (wahrscheinlich aus Platzgründen) genau unterhalb der längeren Breitrutsche und endet auch darunter:


Soviel zum Family- und Action-Level. Die richtig harten Rutschen kommen noch - und zwar jetzt!

In 19 Metern Höhe startet der Turbo Faser, eine 67 Meter lange, schwarz-gelbe Turbo-Röhre:


Gefälle:


Am Einstieg wird man darauf hingewiesen, sich auf keinen Fall mit Schwung in die Röhre zu werfen. Das ist auch gut so. Selbst ohne Schwung wird man im Gefälle extrem schnell. Die Rutsche hört gar nicht auf zu beschleunigen! So können Geschwindigkeiten über 70 km/h erreicht werden!



Die 19 Meter Höhenunterschied werden in kürzester Zeit zurückgelegt:


Das letzte Stück ist sehr lang mit konstantem Gefälle. Hier sind zusätzlich Daylightringe eingebaut, sonst ist die Röhre stockdunkel:





Mit sehr hoher Geschwindigkeit wird man dann sehr abrupt im Auslaufbecken abgebremst:


Das Abbremsen empfand ich als das Unangenehmste dieser Rutsche. Die Becken der Extremrutschen sind sehr hoch gefüllt und bremsen daher sehr stark. Der Turbo Faser ist erst ab 14 Jahren freigegeben, außerdem muss man ein Gewicht von 50 - 100 kg auf die Waage bringen. Wer schwerer oder leichter ist, darf nicht rutschen.



In 12 Metern Höhe startet eine weitere Extremrutsche. Die High Fly - Sprungschanze!


Der Einstieg ist so ausgeführt, dass man nicht mit Schwung einsteigen kann. Man wird von einem Mitarbeiter der Galaxy-Crew in die Rutschposition eingewiesen und nur so darf man rutschen. Man legt sich in die kleine, rote Kabine, legt die Füße nebeneinander, verschränkt die Arme vor der Brust und streckt sich. Dann wird man entweder vom Bademeister die Rutsche runtergeschoben oder man gibt sich selbst Schwung.



Auch auf der High Fly beträgt das Mindestalter 14 Jahre und das Mindestgewicht 50 kg. Doch das Maximalgewicht ist hier schon 85 kg.

Der erste Teil der Rutsche:


Man schießt durch die mit einer Plexiglasscheibe abgedeckte Rutsche mit sehr hoher Geschwindigkeit nach unten:


Wenn man die Rutsche verlässt, kommt man dem Plexiglasdeckel sehr nah. Man hat immer das Gefühl, man schlägt sich gleich den Kopf an. Das passiert zwar nicht, aber reflexartig versucht man abzubremsen.

Hier schießt man raus,...


...fliegt durch die Luft und landet auf der blauen Matte:


Entgegen vieler Berichte empfand ich das Landen auf der Matte als recht angenehm. Was gar nicht ging, war das Eintauchen ins Auslaufbecken. Denn hier schlägt man ein weiteres Mal auf, und diesmal viel härter. Zwischen der letzten und vorletzten weißen Linie auf der Matte (folgendes Foto) erkennt man sogar die Stelle. Zweimal gerutscht und gut.


Die dritte und letzte Extremrutsche ist die Kamikaze, welche schon von unten sehr heftig aussieht:


Einstieg:


Wie an allen Extremrutschen läuft hier immer ein Mitarbeiter rum, der einem die Rutschposition erklärt. Auch die Kamikaze ist ab 14 und von 50 bis 100 kg freigegeben. Im Zweifel muss man auf die Waage steigen, eine Regelung, die zwar sehr streng, aber auch sehr sicher ist.

Die Edelstahlbahn geht einfach nur gerade runter:


Die Rutschenoberfläche ist sehr glatt und gut verarbeitet. Man bekommt hier einen Höllenspeed und kracht dann mit voller Kraft ins Auslaufbecken. Der Aufprall ist hier noch etwas härter als beim Turbo Faser und daher ziemlich unangenehm. Das heftigste Stück der Rutsche ist der kurze gerade Teil nach der Gefällsträcke, wo auch die höchsten Kräfte wirken.

Soweit zu den Rutschen im Innenbereich. Auf Theming wurde hier nicht verzichtet:


Für Kleinkinder gibt es einen separaten Bereich mit Regenbogenrutsche:


Auch eine Gastronomie gibt es im Galaxy:





Rutschenmäßig war das aber noch nicht alles! Im Außenbereich des Galaxy gibt es weitere zwei Rutschen:


Beide Rutschen sind nur im Sommer zugänglich. Die erste der beiden Rutschen ist eine klassische Freirutsche von Klarer:


Einstieg:


Am Anfang gibt es ein kleines Gefälle, danach ist die Rutsche erdverlegt:





Die Rutsche ist knapp 100 Meter lang, leider sind die Segmente aber etwas unangenehm. Das Wasser auf den Sommerrutschen ist übrigens viel wärmer als auf den Rutschen im Innenbereich. Die Geschwindigkeit ist nicht besonders hoch und im Sitzen bleibt man stecken.

Nach einer gemütlichen Fahrt endet die Rutsche in einem Flachauslauf:


Die zweite Rutsche ist diese Breitrutsche. Bei der zweiten Welle kann man schon mal abheben:


Jetzt wollten wir aber auch nochmal in die eigentliche Therme Erding. Diese ist im Preis enthalten. Auch dieser Bereich hat eine Kuppel, die sich wegfahren lässt:


Die Thermenlandschaft:


Hier gibt es ein großes Thermalbecken mit Grotten, einem Strömungskanal und einer Wasserbar, an welcher man Cocktails o.Ä. erwerben kann. Darüber hinaus gibt es einen Gesundheitsbereich mit Heißbecken, Kneipp-Parcours (Kalt-Warm-Wechselbad), Dampfbad, Saunen, Vital-Quelle etc. Alle diese Attraktionen - auch die Saunen - sind im Preis enthalten und werden textil benutzt. Es gibt allerdings einen aufpreispflichtigen Teil der Therme (Vital-Oase), welcher meiner Meinung nach erst ab 16 Jahren zugänglich ist. Eine Gastronomie gibt es in der Therme auch. Aus Rücksicht auf andere Badegäste (als wir die Therme besuchten, wurde es schon etwas voller) haben wir auf weitere Fotos verzichtet.


Fazit: Die Thermenwelt Erding ist ein Muss für jeden Rutschenfan. Von der längsten Rutsche Europas bis hin zur Trichterrutsche, von der Kleinkinderrutsche bis hin zu Freefall: im Galaxy gibt es für jeden eine passende Rutsche. Diese riesengroße Rutschenanlage ist ein Paradies für alle Rutscher und in der Thermenlandschaft kann man sich von alledem erholen. Einzig die Gastronomie ist verbesserungswürdig, da die Preise doch etwas zu hoch sind. Der Eintrittspreis ins Galaxy ist jedoch angemessen: eine Tageskarte für Erwachsene 25 Euro, was im Vergleich zu anderen Bädern vergleichbarer Größe doch mehr als gerechtfertigt ist.

Bewertung (Schulnotensystem)
Gestaltung/Theming++
Vielfalt der Wasserangebote++
Hygiene++
Temperatur++
Rutschen++
GastronomieO
Umkleiden++
Sanitäre Anlagen++
Personal (Bademeister)++
Personal (Kasse)++
EintrittspreisO
Gesamtwertung++
++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen.
Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt!