
Was gibt es in Bad Münstereifel außer Bergen

und einer schönen Altstadt?

Richtig, das Eifelbad. Dieses ist schon etwas älter, hat aber letztes Jahr eine angeblich konkurrenzlos gute Röhrenrutsche von Klarer bekommen. Daher haben wir das Bad mal getestet, unsere Eindrücke findet ihr in diesem Bericht.

Eine 2-Stunden-Karte kostet für Erwachsene 4,50 Euro und für Kinder 3 Euro. Die Tageskarte ist jeweils einen Euro teurer. Nun betätigt der Kassierer eine Maschine und unter lautem Klacken fallen Chip Coins heraus, die der Badegast zum Betreten des Umkleidebereichs benötigt.
Die Umkleiden sind in Ordnung, sie sind ausreichend groß. Die Anzahl der Schränke war allerdings etwas knapp bemessen, erst nach langem Suchen fanden wir einen leeren Spind. Zum Abschließen braucht man ein 1-Euro-Stück. Die Duschen scheinen vor Kurzem saniert worden zu sein, sie sind sehr sauber und wirken modern. Allerdings ist das Wasser der Duschen sehr warm, regulierbar ist die Temperatur nicht. Zudem sieht alles noch etwas unfertig aus, statt einer gefliesten Decke hat der Badegast freie Sicht auf Rohre, Kabel und Bauschaum.
Die Schwimmhalle ist ziemlich altmodisch, durch die braune Kachelung fühlt man sich in die 70er zurückversetzt. Auf der linken Seite befindet sich dann das Sportbecken, welches mit einem 1- und 3-m-Brett ausgestattet ist. Weiter rechts befindet sich die "Suhle" (eine Art Warmbecken) und ein Hotwhirlpool. Außerdem gibt es ein Lehrschwimm- bzw. Erlebnisbecken. Die Becken sind allesamt angenehm warm, bei dem Andrang allerdings komplett überfüllt.
Vom Bad an sich haben wir keine Fotos, nun aber ab zu unserem Besuchsgrund. Vorbei am Zugang zum Außenbecken *brrrrrr* geht es bei Eiseskälte in den Rutschenturm. Das Außenbecken sowie dahinter ein ganzjährig nutzbarer Whirlpool:

Von außen sieht man endlich die angeworbene Klarer-Rutsche:


Selbst wir im Ruhrgebiet haben vom Bau der Rutsche erfahren und haben nun voller Erwartung den Rutschenturm bestiegen. Schließlich soll diese Rutsche auch überregional noch einzigartig sein und es erst in Köln wieder eine längere Rutsche geben. In knapp 11 m Höhe befindet sich der Einstieg:


Die Rotphase der Ampel ist leider nur zeitgesteuert, sodass die Wartezeiten ziemlich lang sind (sonntags ca. 10 min). Die Rutsche an sich ist eine Familienrutsche. Sie ist nicht besonders schnell, ist dafür aber recht lang. Der Verlauf (Doppel-Acht) ist Standard.

Schön sind die Lichteffekte im Inneren der gelben Röhre in Form von Ringen:

Und Punkten:

Die letzten Meter der Rutsche sind eigentlich die lustigsten, denn kurz vor dem Auslauf gibt es einen Jump, der unter Umständen Airtime gibt und einen mit Schwung ins Landebecken befördert:

Nichts sonderlich Spektakuläres, eine reine Familienrutsche eben - für Bewohner im Umkreis aber sicherlich eine Attraktion.
Fazit: Eine lange Anfahrt ins Eifelbad kann man sich sparen. Die Luft ist zum Teil sehr kalt, die Gestaltung altmodisch und in den Ferien hoffnungslos überfüllt. Einziger Lichtblick ist die Rutsche, die allerdings auch keine lange Anreise rechtfertigt. Lieber ein paar Kilometer mehr investieren und das Monte Mare in Rheinbach besuchen, denn dies bietet wesentlich mehr.
| Bewertung (Schulnotensystem) | |
|---|---|
| Gestaltung / Theming | Θ |
| Vielfalt der Wasserangebote | O |
| Hygiene | O |
| Temperatur | Θ |
| Rutschen | O |
| Gastronomie | n.b. |
| Umkleiden | + |
| Sanitäre Anlagen | + |
| Personal (Bademeister) | O |
| Personal (Kasse) | O |
| Eintrittspreis | O |
| Gesamtwertung | O |
| ++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen. Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt! | |

