
Auch in Westerhoven - etwas südlich von Eindhoven - liegt ein Ferienpark der Center-Parcs-Kette, nämlich der Park "De Kempervennen". Westerhoven liegt etwas abgelegen von der Autobahn, nach welcher man noch ein Stück über eine Schnellstraße und durch einige Kreisverkehre fahren muss.

Der Park liegt in den Brabantser Kempen, einem sehr waldreichen Gebiet:

Der Market Dome, in welchem das Schwimmbad zu finden ist, liegt ziemlich weit ab vom Parkplatz:

Im Market Dome selber findet man einige Restaurants, einen kleinen Supermarkt und zahlreiche kleine Geschäfte.
Wer als Tagesgast das Schwimmbad besuchen will, muss vorher online eine Reservierung durchführen und direkt online bezahlen. Alternativ kann man auch anrufen und reservieren. Am Infopoint im Market Dome bekommt man dann seine Eintrittskarten in Form einer kleinen Papierkarte mit Barcode. De Kempervennen ist - wie fast alle Schwimmbäder von Center Parcs - ziemlich teuer! Ein erwachsener Tagesgast zahlt knapp 16 Euro, Kinder zahlen knapp 10.
Das Schwimmparadies "AquaMundo" betritt man auf der rechten Seite des Market Domes:

Man steckt die abgeholte Papierkarte in den Leser und kann dann durchs Drehkreuz gehen:

Der Umkleidebereich, der sehr sauber und nach Schuh- und Barfußbereich getrennt ist:

Zum Verriegeln der Schränke benötigt man eine kleine Plastikmünze, die man für einen Euro am Automaten ziehen kann. Diese Münze bekommt man zurück und darf diese für jeden Besuch verwenden.
Nachdem man auf dem Gang geduscht hat (es sind leider nur sehr wenige Duschen vorhanden), steht man unter dem super gestalteten Aquadome, der durch eine schicke Glaskuppel fast wie im Freien wirkt:


Man steht direkt vor dem großen Wellenbecken:

In regelmäßigen Abständen (leider nicht auf die Uhr geschaut) gibt es Wellen, die durch ein dschungelähnliches Geräusch angekündigt werden. Die Wellen sind hier richtig kräftig und hoch, ganz anders als z.B. im Center Parc Het Heijderbos.


Der flache Brandungsbereich vorne:

Nach hinten hin wird das Wasser tiefer, allerdings ist es mit 1.60 m Wassertiefe immer noch recht flach:

An der Rückseite des Beckens sind Wasserspeier angebracht, die zeitweise in Betrieb sind. Das schwimmende rote Teil ist ein Wasserspielzeug zum Drüberlaufen.
Rechts neben dem Wellenbecken befindet sich das "Bubbelbad", welches gleichzeitig als Durchschwimmbecken in den Außenbereich dient:

Der Mittelteil ist mit Massagedüsen und Geblubber ausgestattet:

In dieses Becken mündet auch die kleine Rutsche von Kempervennen, die knapp 30 m lange Freirutsche:


Der Start der White-Water-Rutsche:



Die Rutsche macht Spaß, obwohl sie nur sehr kurz ist. Die Kurven sind sehr eng, sodass man sehr weit nach oben fliegt und beinah über die Seitenblenden hinweg rutscht. Gerade die letzte Kurve ist schön heftig. Aufgrund der Länge schaltet die Ampel immer relativ schnell, sodass man nie lange anstehen muss.
Auslauf der Rutsche:

An den Auslaufbereich schließt sich die Schleuse nach draußen an:

Das Außenbecken ist recht groß und bietet diverse Massage- und Sprudeldüsen:

Direkt daneben befindet sich das als "Kneipp-Bad" bezeichnete Kaltwasserbad:

Wer macht das bitte im Winter? Da wird einem beim Zusehen schon kalt, denn laut mutigen Badegästen, die sich in dieses Becken hineinwagten, herrschen hier eisige Temperaturen. Zudem war es so schon kalt genug, wie man an dem entstandenen Nebel ein Foto davor erkennen kann.
Gehen wir wieder zurück in den warmen Innenbereich, wo auf der anderen Seite des Wellenbeckens bereits die nächste Rutsche wartet:

Schön eingefasst in Pflanzen und Bäumen:

Diese Rutsche stammt im Gegensatz zur kleinen Rutsche nicht von White Water, sondern von Van Egdom. Es handelt sich um eine klassische Tube-1200-Röhrenrutsche, die hier als Black Hole mit Lichteffekten ausgeführt ist:


Das Layout der Rutsche ist sowas von Standard... eine einfache Achterform, die so ziemlich jede Standardrutsche aufweist. Die erste Hälfte wird durch einen Sternenhimmel beleuchtet, im zweiten Teil folgen dann entgegengesetzte Leuchtpfeile. Laut Van-Egdom-Referenzliste soll es sogar einen "Movie Screen" (Wasservorhang mit Projektor) geben, allerdings ist davon weder von innen noch von außen irgendetwas zu erkennen.

In den ersten Kurven befindet sich der besagte Sternenhimmel:

Die Leuchtpfeile befinden sich kurz vor Ende in der Kurve:

Nach der 62 m langen Fahrt ist die Rutsche zuende:

Man landet in einem separaten Auffangbecken:

Ebenfalls in der Nähe des Rutschenaufganges befindet sich das Kinderbad, welches in De Kempervennen im Ägypten-Stil gestaltet ist:



Der eine Teil des Bereichs ist eher für kleinere Kinder geeignet:

Der andere Teil ist auf die etwas größeren Kinder abgestimmt. Es gibt hier zwei "Türme", die mit einer Hängebrücke miteinander verbunden sind. Der rechte Turm bietet Wasserkanonen, vom linken Turm startet die Tube-800-Röhrenrutsche:

Sehr enger Einstieg:

Die Röhre von außen:

Die Rutsche vollführt eine Schaukelkurve und ist im Innern dunkel gehalten. Allerdings weisen Daylightspots an der Decke den Weg durch die Röhre. Wenn man mit viel Schwung startet - was aber aufgrund der vielen Kinder nicht wirklich möglich war - kann man hier wahrscheinlich schon recht schnell durchrutschen, ansonsten ist es eher eine langsame Rutsche. Aber es ist ja schließlich auch ein Kinderbereich.

Auslaufbereich:

Rechts daneben befindet sich auch direkt der Aufgang, sodass die Kinder direkt nochmal rutschen können.

Unter den Türmen wurde eine Höhle gestaltet, welche mit allerlei Wasserspielen und Dekorationen ausgestattet ist:

Auch der Pharao wurde nicht vergessen:

Insgesamt ein wirklich schöner Kinderbereich, der für die kleinsten Badegäste abwechslungsreiche Attraktionen bietet. Mit der Röhrenrutsche haben bestimmt auch etwas größere Kinder (9 - 10 Jahre) ihren Spaß. So wird auch für Kinder der Besuch in De Kempervennen sicher nicht langweilig und die Eltern können auf der sich direkt angrenzenden Sitzterrasse ihre Sprösslinge im Auge behalten.
Kommen wir zu einem anderen Bereich des Bades. Hinter dem Wellenbecken befindet sich ein Anbau, in welchem sich zwei Attraktionen befinden: das "Koraalbad" und die Wildwasserbahn. Leider ist dieser Bereich recht zugig und kalt, bedingt durch die Verbindung nach draußen. Es ist allerdings gut gelöst, dass beide Attraktionen in einem separaten Bereich des Bades anzutreffen sind. Auch dieser Bereich ist tropisch gestaltet und liegt in einer Art Wintergarten:

Beginnen wir beim "Koraalbad". Dieses liegt auf der rechten Seite des Anbaus:

Einstieg ins Becken:

Das Koraalbad ist ein mit einem künstlichen Blätterdach abgedecktes Außenbecken, welches als Unterwasserlandschaft gestaltet ist:


Die Besonderheit ist, dass auch unter Wasser ein Theming vorhanden ist. Dieses Becken ist als versunkenes Schiffswrack thematisiert. Unter Wasser findet man dann auch einige Aquarien, welche man sich mit einer Schwimm- oder Taucherbrille anschauen kann:


Auch der Boden des Beckens ist mit allerlei Steinen und anderen Gegenständen aus Beton gestaltet, was beim Gegenstoßen natürlich alles andere als angenehm ist. Überall ragen harte Steine und Betonhügel hervor. Ohne Schwimmbrille sollte man hier nicht unbedingt hinein, denn diese "Hindernisse" unter Wasser sind nur schwer zu erkennen, wenn man sich nicht unter Wasser befindet.

Wer sich die Unterwasserwelt lieber vom Trockenen aus anschauen möchte, kann dies eine Etage tiefer im Keller des Bades. Dort kann man sich die Aquarien anschauen und erfährt auch allerlei Interessantes über die einzelnen im Wasser vorhandenen Fischarten.


So sieht das Koraalbad von außen aus:

Neben den Aquarien eine Etage tiefer führt eine Treppe nach oben. Über diese Treppe gelangt man zur Wildwasserbahn:

Startbecken:

Der erste Teil der Wildwasserbahn ist noch recht langsam und ruhig:

Irgendwann folgt ein kleiner Fall mit einem anschließenden Strömungsbecken:

Dann folgt die heftigste Stelle der Bahn! Zuerst kommt ein recht starkes Gefälle mit anschließender Kurve, sodass man mit Power gegen die Wand geworfen wird:

Danach folgt ein weiteres Gefälle und man beschleunigt auf eine beachtliche Geschwindigkeit. Man wird plötzlich verdammt schnell - sogar noch schneller als auf der recht heftigen Wildwasserbahn in Het Heijderbos. Die Wassermassen reißen einen einfach so mit.
Was dann kommt geht aber mal gar nicht. Statt als normale Wildwasserbahn weiterzuführen, folgt eine kurze Röhrenrutsche, die einen in eine Grotte schickt. An dieser Stelle kommt es dann unvermeidlich zu Staus und Gedrängel, da man immer warten muss, bis der nächste durch die enge Röhre hindurchgerutscht ist. Das reduziert die Kapazität enorm und ist eine absolute Fehlkonstruktion!

Die Röhre:

Verlassen tut man die Grotte auch mittels einer kurzen, dunklen Röhre:


Nun befindet man sich wieder im Innenbereich des Bades, zuende ist die Bahn aber noch nicht. Es folgt noch eine Kurve, die mit zahlreichen Hügeln und Schwellen daherkommt, sodass man immer mit unterschiedlicher Geschwindigkeit rutscht:

Auch unter einem Wasserfall rutscht man her:

Nach dieser Kurve folgt das Landebecken:

Insgesamt eine richtig geniale Wildwasserbahn, die großen Spaß macht. Einzig die Röhrenstücke sind vollkommen sinnlos. Für uns bisher die beste Wildwasserbahn der Center-Parcs-Kette!
Die schönen orangefarbenen Schwimmwesten:

Fazit: Center Parcs De Kempervennen hat ein super gestaltetes Schwimmparadies mit einer guten Wildwasserbahn und zwei recht durchschnittlichen Rutschen. Durch das große Kinderbad ist De Kempervennen auch für kleinere Kinder gut geeignet. Eine klare Empfehlung - top Schwimmbad, sehr freundliches Personal, alles sehr sauber und das Gefühl wie im Dschungel. Einzig der Eintrittspreis (immerhin 16 Euro pro Person) ist ein Manko, zumal man als Tagesgast noch reservieren muss.
| Bewertung (Schulnotensystem) | |
|---|---|
| Gestaltung/Theming | ++ |
| Vielfalt der Wasserangebote | ++ |
| Hygiene | + |
| Temperatur | + |
| Rutschen | + |
| Gastronomie | + |
| Umkleiden | + |
| Sanitäre Anlagen | ++ |
| Personal (Bademeister) | ++ |
| Personal (Rezeption) | ++ |
| Eintrittspreis | O |
| Gesamtwertung | + |
++ sehr gut; + gut; O befriedigend; Θ ausreichend; - mangelhaft; -- ungen. Die Bewertung der Wasserrutsche(n) zählt doppelt! | |




